Ausstellung

Restauratorinnen geben im Waldhof Einblicke in ihre Arbeit

Restauratorin Steffy Meyer erklärte das Handwerk des Restaurierens am Beispiel mehrerer Bowien-Gemälde.
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Restauratorin Steffy Meyer erklärte das Handwerk des Restaurierens am Beispiel mehrerer Bowien-Gemälde.

Werkstattfest und Ausstellung in Hackhausen zogen viele Besucher an.

Von Wolfgang Günther

Solingen. Zum 5. Europäischen Tag der Restaurierung öffneten Künstler ihre Ateliers. Im historischen Waldhof Hackhausen in der Krüdersheide hat die Gemälderestauratorin Olga von Gregory seit sechs Jahren ihr Atelier. Beim Werkstattfest am Sonntag erlebten viele Besucher hautnah die Arbeit der Restaurierung von Gemälden im Waldhof, einem Kleinod des Klassizismus in der Ohligser Heide.

Neben Olga von Gregory zeigte Stefanie Meyer diese Kunst der Konservierung, Pflege und Restaurierung historischer oder auch zeitgenössischer Bilder, gemalt auf Leinwand oder Holz. Eingeladen zum Werkstattfest war die Bettina Heinen-Ayech Foundation, eine Stiftung für Kunst und Kultur, die sich unter anderem um das Leben und Werk des Malers Erwin Bowien (1899-1972) kümmert. Der Vorsitzende, Dr. Haroun Ayech, hatte viele Gemälde und Zeichnungen von Erwin Bowien aus unterschiedlichen Schaffensphasen zusammen getragen, und zu einer sehr spannenden Ausstellung im Waldhof gefügt, die dort noch einige Monate zu sehen ist.

Es handelt sich um Bilder, die bereits im Besitz der Stiftung sind, dazu kamen Leihgaben. Und auch das Kunstmuseum Solingen lieh Bilder dazu aus. „Wir sind bemüht, so weit wie möglich nach und nach alle Bilder von Bowien für unsere Foundation zu erwerben“, erzählte Dr. Ayech, der am Sonntag mehrmals durch die Ausstellung führte, viele Details zu Erwin Bowien erzählte, und Fragen der interessierten Besucher beantwortete. „Erwin Bowien war auf vielfältige Weise mit Solingen verbunden, von 1925 bis 1932 wirkte er sogar als Kunsterzieher am Gymnasium Schwertstraße, und hielt Vorträge über Kunstgeschichte an der Volkshochschule“, erzählte er.

In dieser Zeit entstand auch die lebenslange Freundschaft zu dem Solinger Künstlerehepaar Erna und Hanns Heinen. Die Tochter des Hauses, Bettina Heinen, wurde seine Schülerin, und später selbst eine bekannte Malerin. Mit ihrem Sohn Haroun Ayech tritt die Geschichte um den Künstlerkreis von Erwin Bowien in eine neue Phase. „Die Solinger Künstlerkolonie hatte ihr Domizil in zwei Häusern in der Hofschaft Neuenhaus, sowohl das sogenannte ‚Schwarze Haus‘ wie auch das benachbarte ‚Rote Haus‘ sind in einem guten Zustand, und sollen mit einem Zwischentrakt verbunden und zu einem lebendigen Museum ausgebaut werden“, teilte Ayech mit.

In diesen beiden markanten Häusern an der Neuenkamper Straße könnten sich bald Künstler aller Sparten einrichten, wobei als Basis die Werke von Bowien und die der 2020 verstorbenen international anerkannten Künstlerin Bettina Heinen-Ayech dienen. „Das Interesse ist schon groß. Die Pläne sind weit auf dem Weg“. In dem geplanten Museum soll auch die Geschichte des ehemaligen Bleibergwerks dargestellt werden.

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