In sieben Etappen geht es durch die Region

Radtour wirbt für Demenzprävention

Wollen mit ihrer 126 Kilometer langen Radtour Akteure aus den Bereichen Pflege und Demenz vernetzen (v. l.): Christian Heerdt, Lisa Kosler, Tassilo Mesenhöller, Christopher Winter und Arnd Bader. Foto: Christian Beier
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Wollen mit ihrer 126 Kilometer langen Radtour Akteure aus den Bereichen Pflege und Demenz vernetzen (v. l.): Christian Heerdt, Lisa Kosler, Tassilo Mesenhöller, Christopher Winter und Arnd Bader.

Bewegung kann einer Erkrankung vorbeugen.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Pünktlich um 9 Uhr, nach einem kurzen Fitnessfrühstück, ging es für die fünf Radler auf die Strecke: Arnd Bader, Tassilo Mesenhöller, Christian Heerdt, Lisa Kosler und Christopher Winter als leitende Mitarbeiter des Regionalbüros Bergisches Land beziehungsweise des Kuratoriums Deutsche Altershilfe und des Solinger Sportbundes machten sich auf den 126 Kilometer langen Weg, der sie über sieben Etappen durch die Region führte. „Wir sind als Botschafter für Bewegung als Baustein für gesundes Altern unterwegs“, sagte Lisa Kosler. „Dafür steuern wir einige unserer ambulanten wie stationären Einrichtungen an und stellen dort unter anderem aktuelle Projekte vor.“

Gemeinsam mit ihren vier Kollegen ging es zunächst Richtung Wuppertal-Cronenberg, danach über Remscheid, Radevormwald, Lindlar, Bergisch Gladbach und Burscheid hin zum Ziel des Tages, dem WMTV in Solingen an der Adolf-Clarenbach Straße. „Überall wartet man auf uns und hat zum Teil kleine Bewegungsprogramme mit den Gästen oder Patienten vorbereitet, die zum Thema passen.“

Ziel der Tour sei es, neben der Vernetzung der Akteure aus den Bereichen Alter, Pflege und Demenz in der gesamten Region, auf die zentrale Bedeutung von Bewegung im Zusammenhang mit Demenzprävention hinzuweisen, erläuterte Arnd Bader, einer der Initiatoren der „Tour Demenz“. In vergangenen Jahren hat es auch vergleichbare Laufveranstaltungen gegeben, die natürlich einen geringeren Radius abdeckten.

Radtour findet rund um den Weltalzheimertag statt

Die „Tour Demenz“ steht bewusst in zeitlicher Nähe zum Weltalzheimertag am 21. September, der öffentlichkeitswirksam auf die etwa 1,6 Millionen Demenzkranken und ihre Familien hinweist und zum Beispiel über den Umgang mit der Krankheit und mögliche Unterstützung pflegender Angehöriger informiert.

„Das Infomaterial für den Weltalzheimertag und das zweitägige Fortbildungsangebot der Bewegungsbegleiter steckt natürlich nicht in irgendwelchen Satteltaschen unserer Rennräder, sondern wird von einem Begleitfahrzeug transportiert, das uns eskortiert“, berichtet Lisa Kosler. „Zwei Kollegen halten dort Erste-Hilfe-Material vor, ein bisschen Verpflegung und zur Not könnte man auch ein Rad dort einladen, falls das Rennrad schlappmacht.“ Das Projekt der Bewegungsbegleiter ist ein zweitägiges Fortbildungsprogramm, das das Regionalbüro Bergisches Land zusammen mit dem Sportbildungswerk in Solingen entwickelt hat und Ende Oktober das erste Mal in Solingen durchgeführt wird.

Ein weiteres Thema ist das Demenzprojekt „Sport bewegt Menschen mit Demenz“ des Deutschen Olympischen Sportbundes, an dem auch der Landesportbund NRW (LSB) beteiligt ist, unter andrem mit zwei Modellprojekten in Burscheid und in Solingen.

Hintergrund

Seit dem 1. April 2020 gibt es das Regionalbüro Alter, Pflege und Demenz in Trägerschaft des Hauspflegevereins Solingen. Der Hauspflegeverein richtete erst kürzlich Kontaktbüros zur Selbsthilfe ein. Es ist Teil einer Landesinitiative, zu der zwölf Regionalbüros verschiedener Trägerschaft und eine Fach- und Koordinationsstelle gehören. Zum Einzugsgebiet des Regionalbüros Bergisches Land gehören neben Solingen, Remscheid und Wuppertal auch der Oberbergische Kreis sowie der Rheinisch-Bergische Kreis.

Nähe für Demenzkranke ist in Zeiten von Corona besonders wichtig.

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