Verleihung

Realschule Vogelsang wird als „Schule mit Courage“ ausgezeichnet

Anlässlich der Verleihung des Titels an die Realschule Vogelsang hielt Rouven Böttner, Klassensprecher der 9c, eine Rede. Foto: Christian Beier
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Anlässlich der Verleihung des Titels an die Realschule Vogelsang hielt Rouven Böttner, Klassensprecher der 9c, eine Rede.

Als siebte Einrichtung in Solingen will sich die Schule aktiv gegen Rassismus aussprechen. Diskriminierung auf dem Pausenhof müsse aufhören, sagt die Leiterin.

Von Wolfgang Günther

Die von der Bundesregierung unterstützte Bewegung „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ bildet bundesweit das größte Schulnetzwerk. An rund 2500 Schulen setzen sich etwa 1,5 Millionen Schüler für einen Klimawechsel in ihrer Schule ein – und damit für ein demokratisches Miteinander.

Den Titel kann jede Schule erwerben. Mindestens 70 Prozent aller Menschen in der jeweiligen Einrichtung verpflichten sich, bei Konflikten einzugreifen, sich gegen Rassismus aktiv einzusetzen und regelmäßige Projekttage zum Thema durchzuführen. In Solingen ist das Kommunale Integrationszentrum zuständig. Bereits 1996 erfüllte die Albert-Schweitzer-Schule diese Kriterien und wurde zur „Schule ohne Rassismus“ ernannt, später wurde die Auszeichnung um den Slogan „Schule mit Courage“ erweitert.

Weitere Solinger Schulen kamen hinzu, und am Dienstag wurde der Realschule Vogelsang als siebte Schule der Klingenstadt offiziell dieser Titel verliehen. Das Gymnasium im dortigen Schulzentrum trägt ihn bereits. „Beim Rundgang über den Schulhof kann man immer wieder diskriminierende Bemerkungen hören, das muss einfach aufhören“, sagte die Schulleiterin Birgit Schoel in der Feierstunde, die von der Schulband „Phoenix“ musikalisch umrahmt wurde.

Als nächstes bekommt die Geschwister-Scholl-Schule den Titel

Der Schulsozialarbeiter Thomas Braun hatte die Klasse 9c mit ihrem Lehrer Thomas Heidelberg für das Projekt begeistert. „Courage fängt im Alltag an“, war das Thema einer kurzen Aufführung der Klasse. Bürgermeister Ernst Lauterjung gratulierte im Namen der Stadt.

Ein Grußwort sprach auch Philipp Tychy, Geschäftsführer des Bergischen Handballclubs BHC 06, dem Patenverein der Realschule. „Unser Verein dient mit seinen Spielern aus vielen Nationen als Vorbild für Verständigung“, meinte Tychy, der die Klasse spontan zu einem Bundesligaspiel der Handballer einlud.

Ein weiterer Kandidat für den Ehrentitel ist bereits ausgemacht. Im Juni bekommt die Geschwister-Scholl-Schule den Titel verliehen. „Bei uns ist die Bekämpfung von Rassismus und die Verwirklichung der Menschenrechte ein großes Thema“, sagte Patrick Kiesecker. Der Lehrer der „Scholle“ hatte bei seinen Glückwünschen an die Realschule natürlich auch die Blumen nicht vergessen.

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