Großeinsatz der Bundespolizei

Razzia bei mutmaßlichen Impfpass-Fälschern - Durchsuchungen auch in Solingen

Die Razzia fand am frühen Morgen in zwölf Wohnräumen der insgesamt zehn Beschuldigten zeitgleich statt. Außerdem durchsuchten die Einsatzkräfte eine Apotheke, ein Corona-Testzentrum und ein Kosmetikstudio.
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Die Razzia fand am frühen Morgen in zwölf Wohnräumen der insgesamt zehn Beschuldigten zeitgleich statt. Außerdem durchsuchten die Einsatzkräfte eine Apotheke, ein Corona-Testzentrum und ein Kosmetikstudio.

200 Polizisten haben am Dienstagmorgen 15 Objekte durchsucht. Unter anderem gab es auch einen Einsatz in Solingen.

Solingen/ Düsseldorf. Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Düsseldorf hat die Bundespolizei heute mit knapp 200 Einsatzkräften Urkundenfälscher ins Visier genommen. Die Beamten durchsuchten 15 Objekte in Düsseldorf, Duisburg, Hilden, Solingen, Köln, Dinslaken und Erkrath. Das teilen Bundespolizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag mit.

Zehn Beschuldigte stehen im Verdacht, gemeinschaftlich gefälschte Bescheinigungen über Corona-Schutzimpfungen hergestellt zu haben. Die beiden Hauptbeschuldigten, eine 40-Jährige und ein 44-Jähriger, wurden verhaftet.

Die Razzia fand am frühen Morgen in zwölf Wohnräumen der insgesamt zehn Beschuldigten zeitgleich statt. Außerdem durchsuchten die Einsatzkräfte eine Apotheke, ein Corona-Testzentrum und ein Kosmetikstudio.

Razzia bei mutmaßlichen Impfpass-Fälschern: Polizei stellt unter anderem 300 Impfbücher sicher

Die Beschuldigten sollen sich zusammengeschlossen und in erheblichem Umfang gefälschte Bescheinigungen über Corona-Schutzimpfungen in Impfbücher eingetragen haben. Weiterhin sollen sie, unter Nutzung der IT-Infrastruktur einer Apotheke und den entsprechenden Zugriffsmöglichkeiten auf das Zertifikatsystem, „echte“ Impfzertifikate mit entsprechendem QR-Code hergestellt haben. Auf diese Weise soll sich die mutmaßliche Fälscherbande eine fortlaufende Einnahmequelle verschafft haben.

Bei den Beschuldigten handelt es sich um Personen im Alter zwischen 32 und 57 Jahren.

Neben den Durchsuchungsbeschlüssen der 15 Objekte sowie der Untersuchungshaftbefehle gegen die zwei Hauptbeschuldigten wurde durch die Staatsanwaltschaft Düsseldorf ein Beschluss zur Einziehung von Wertersatz in gesamtschuldnerischer Höhe von 132.000 Euro erwirkt.

Dem Ermittlungsverfahren liegt der Tatverdacht zugrunde, dass durch die Beschuldigten zahlreiche Straftaten im Zusammenhang mit der Fälschung von Impfnachweisen begangen wurden. Bei den Durchsuchungsmaßnahmen stellten die Beamten umfangreiches Beweismaterial wie etwa 300 Impfbücher, circa 1000 Chargenetiketten, 10 falsche Arztstempel, Datenträger, Mobiltelefone u.v.m. sicher. Zudem wurden bisher insgesamt 45.000 Euro Bargeld sowie Sachwerte (z.B. hochwertige Armbanduhren) in Höhe von 15.000 Euro gepfändet.

Razzia bei mutmaßlichen Impfpass-Fälschern: Polizei stellt verbotene Waffen sicher

Außerdem entdeckten die Ermittler bei einem Beschuldigten gefährliche Gegenstände und verbotene Waffen, wie z.B. verschiedene Messer und einen Schlagring. Durch die polizeilichen Maßnahmen sollen Täter- und Organisationsstrukturen aufgeklärt sowie rechtswidrig erlangte Vermögenswerte abgeschöpft werden.

Die Ermittlungen sowie die Einsatzmaßnahmen sind zur Stunde noch nicht abgeschlossen. red

Dass es manchmal auch die Falschen trifft, zeigt ein Fall aus Solingen, bei dem ein falscher Verdacht zu einer Hausdurchsuchung geführt hat.

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