Prozess

Raub im Coppel-Park: Freisprüche bestätigt

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Das Landgericht in Wuppertal.

Das Amtsgericht hatte die 19 und 22 Jahre alten Männer bereits im ersten Prozess freigesprochen. Dagegen richtete sich zunächst die Berufung der Staatsanwaltschaft.

Von Dirk Lotze 

Solingen. In einem Fall um nächtlichen Raub im Coppel-Park in Solingen Mitte hat das Landgericht Wuppertal die Verhandlung gegen zwei Angeklagte beendet, nachdem die Staatsanwaltschaft die Freisprüche für zwei Angeklagte angenommen hat. Bei den 19 und 22 Jahre alten Männern sei nicht nachzuweisen, wer von ihnen sich an der Tat eines 20 Jahre alten Haupttäters beteiligte, der inzwischen rechtskräftig verurteilt ist. Die Staatsanwältin erläuterte im Hinblick auf ursprünglich als Mittäter angeklagten Männer: „Es bleiben Zweifel bestehen.“ 

Laut Zeugen besuchte das spätere Hauptopfer, ein heute 19 Jahre alter Solinger, mit Freunden im April 2018 den dunklen Park. Sie hätten die Angeklagten und weitere Personen getroffen. Nach anfangs freundlichen Gesprächen habe einer telefoniert. Darauf sei der spätere Haupttäter erschienen – laut Polizisten damals stadtbekannt für Serienstraftaten. Er sei aggressiv gewesen und habe einem Umstehenden dessen Kopfhörer entrissen. Dem 19-Jährigen habe er Geld, Handy, Uhr und eine Bauchtasche abgepresst – unter Schlägen und Tritten. Nach vollendetem Raub sollen die beiden Angeklagten geflohen sein. Weitere Parkbesucher riefen den Notruf. Der ausgeraubte 19-Jährige erlitt Prellungen und sagte aus, er habe die Stadt wegen andauernder Angst inzwischen verlassen. 

Solingen: Weiterer Zeuge schwieg, um sich nicht zu belasten 

Der 19- und der 22-Jährige gerieten unter Verdacht, weil der Ältere vor dem Raub seine Handy-Nummer weitergegeben hatte. Laut Aussagen im Prozess soll er Marihuana angeboten haben. Der Verletzte gab an, er habe Schläge aus verschiedenen Richtungen zugleich erlitten. Dass es aber alle drei gewesen wären, die ihn angegriffen hatten, wisse er nicht. 

Das Amtsgericht hatte die 19 und 22 Jahre alten Männer bereits im ersten Prozess freigesprochen. Dagegen richtete sich zunächst die Berufung der Staatsanwaltschaft. Die Vorwürfe erhärteten sich aber nicht: Der bereits verurteilte Haupttäter erklärte, er wisse nur, was er selbst getan hat. Ein weiterer Zeuge schwieg, um sich nicht zu belasten.

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