Auszeichnung

Matthias Leeck erhält Publikumspreis für junge Kunst

Mit dem Preisträger Matthias Leeck (2. v. r.) freuen sich (v. l.): Gisela Elbracht-Iglhaut, stellvertretende Museumsleiterin, Oberbürgermeister Tim Kurzbach und der Vorstandsvorsitzende der Stadt-Sparkasse Stefan Grunwald. Foto: Uli Preuss
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Mit dem Preisträger Matthias Leeck (2. v. r.) freuen sich (v. l.): Gisela Elbracht-Iglhaut, stellvertretende Museumsleiterin, Oberbürgermeister Tim Kurzbach und der Vorstandsvorsitzende der Stadt-Sparkasse Stefan Grunwald. Foto: Uli Preuss

27-Jähriger überzeugt die Besucher der Bergischen Kunstausstellung. Gestiftet wird die Auszeichnung von der Stadt-Sparkasse.

Von Bettina Palka

Es sind Werke, die nicht sofort zu verstehen sind. Werke, mit denen der Betrachter sich auseinandersetzen muss. Doch genau diese Arbeiten überzeugten die Besucher der 69. Internationalen Bergischen Kunstausstellung im Kunstmuseum. Sie wählten Matthias Leeck (27) zum Gewinner des mit 1500 Euro dotierten Publikumspreises.

Stefan Grunwald überreichte als Vorstandsvorsitzender der Stadt-Sparkasse Solingen gestern Abend die Urkunde. In einem Kopf-an-Kopf-Rennen hatte sich der gebürtige Wermelskirchener gegen seinen ehemaligen Dozenten Max Schulze durchgesetzt und gewann mit 31 Stimmen Vorsprung. Er erhielt 182 von insgesamt 621 abgegebenen Stimmen.

Zwölf von 250 Bewerbern wurden in diesem Jahr von einer sechsköpfigen Fachjury ausgewählt und durften in den vergangenen zehn Wochen ihre Werke präsentieren. Somit zeichnete sich die Ausstellung auch in diesem Jahr wieder durch ihre Heterogenität aus, die einen „ganz besonderen Charme“ mit sich brachte, wie Stefan Grunwald bei der gut besuchten Verleihung betonte. „Und der Publikumspreis ist dabei eine Besonderheit.“ So sei es nicht üblich, dass Besucher über das aus ihrer Sicht beste Werk entscheiden können. Gleichzeitig führe es dazu, dass Betrachter sich intensiver mit der Ausstellung beschäftigen.

Der Preisträger ist dem Bergischen Land eng verbunden

In den Arbeiten von Matthias Leeck verbinden sich Kunst und Natur, Fotografie und Skulptur. Die bergischen Wälder auf seinen Fotografien versuchte er in digitalisierten Skulpturen wieder aufzunehmen. Licht und Schatten spielten dabei eine wichtige Rolle: Denn aus den Helligkeitswerten ermittelte er die Höhenprofile der Strukturen. Diese wurden dann mit Hilfe einer Fräse in Aluminium oder Styropor eingearbeitet. Die feine Verarbeitung dieser Skulpturen sei mit der menschlichen Hand unmöglich, erklärte der Künstler. Die digitalisierte Welt spiele eine wichtige Rolle – auch in der Kunst und in der Bildhauerei.

„Es ist eine andere Konzeption von einer neuen Generation“, sagte Gisela Elbracht-Iglhaut, die stellvertretende Leiterin des Kunstmuseums.

AUSSTELLUNG

KUNSTPREIS Neben dem Publikumspreis wurde bereits der mit 3500 Euro dotierte Internationale Bergische Kunstpreis von der National-Bank AG an Matthias Wollgast vergeben. Ihn wählte die Fachjury unter allen ausstellenden Künstlern aus. AUSSTELLUNG Noch bis Sonntag, 8. November, sind die Werke zu besichtigen.

Matthias Leeck freute sich sehr über den Preis. Die Voraussetzung, Bezug zur Region des Bergischen Landes zu haben, erfüllte er sogar doppelt: Der Künstler lebt und arbeitet in Wuppertal und hat die Kunstakademie in Düsseldorf besucht. Es war seine erste große Ausstellung. „Und der Publikumspreis ist die Kirsche obendrauf“, sagte er. Dass die Gedanken hinter seiner Arbeit auch beim Publikum angekommen sind, sei für ihn wichtig.

Besonders erfreut war Elbracht-Iglhaut über die Diskussionsbereitschaft junger Menschen. 38 Schulführungen wurden organisiert. „Der Nachwuchs soll merken, dass Kunst den Horizont erweitert.“ Sie betonte die Offenheit, die der „bergische Mensch“ Neuem gegenüber zeige. OB Tim Kurzbach griff mit Blick auf das Zentrum für verfolgte Künste die historische Verpflichtung auf, auch den aktuell fliehenden Künstlern eine Plattform zu bieten.

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