Publikum bejubelt Livekonzert im Haus der Jugend

Mehr als fünf Stunden machten Musiker und Musikerinnen – hier die Band Doysel – auf der Bühne Programm. Foto: Moritz Alex
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Mehr als fünf Stunden machten Musiker und Musikerinnen – hier die Band Doysel – auf der Bühne Programm.

Acht Bands traten auf – in familiär vertrauter Atmosphäre: Unification, Wackelkontakt, Küchengeräte, Doysel, Zodiak, James Mum, Get UP und Singer-Songwriterin Leonora.

Von Julia Wodara

Solingen. „Die Leute kommen zusammen“, erzählt der Frontmann der Band Unification. Er kündigt damit zwar eigentlich den bevorstehenden Song an, könnte wohl aber gleichermaßen seine Band oder das Gesamtbild des Abends beschreiben – sowohl im Sinne des Publikums, als auch der Musik selbst. Unification ist einer von insgesamt acht Acts, die am Samstag im Haus der Jugend beim Live-Music-Konzert auftraten: Neben ihnen decken Wackelkontakt, Küchengeräte, Doysel, Zodiak, James Mum, Get UP und Singer-Songwriterin Leonora vor allem ein breites Feld an Genres und Stimmungen ab – Rock, Soul und Reggae liegen hier dicht beieinander.

Das Haus der Jugend bietet seinem Publikum so diverse Unterhaltung und vielen lokalen und oftmals neu aufkommenden Künstlern und Künstlerinnen eine Bühne – besonders auch für den Auftakt des Abends: Ebenso wie Get UP, Küchengeräte und Zodiak ist Wackelkontakt aus Bandprojekten der Friedrich-Albert-Lange-Schule entsprungen – an diesem Abend können sie neben erfahreneren Acts wie Unification, dessen Mitglieder zuvor auch in anderen Solinger Bands gespielt haben, das erste Mal auftreten.

Nicht nur junge Leute haben Spaß am Konzert

Ähnlich unterschiedlich wie die Künstler und Künstlerinnen ist auch das Publikum der Veranstaltung: Jugendliche und junge Erwachsene – generelle Zielgruppe vom Haus der Jugend – sind dabei sicherlich am stärksten vertreten, doch auch ältere und wesentlich jüngere Besucher und Besucherinnen mischen sich unter sie – wie lassen sich also verschiedene Musikgeschmäcker und unterschiedliche Altersgruppen für diesen langen und abwechslungsreichen Konzerttag begeistern? „

Ich bin da ganz frei“, sagt Claude Bwendua, ein befreundeter Künstler der auftretenden Sängerin Leonora, dazu. „Ich habe kein festes Repertoire an Genres.“ So scheint es vielen zu gehen - mindestens die Hälfte des Publikums bejubelt am Ende des Abends, dass sie die gesamten fünfeinhalb Stunden des Konzerts miterlebt haben.

Vielleicht entsteht die Begeisterung also aus der Offenheit gegenüber der Musik, vielleicht aber auch aus der Atmosphäre des Abends: „Es ist nicht so gehoben, sondern sehr familiär“, meint Bwendua. Musiker, Musikerinnen und das Publikum kennen sich untereinander, und auch während der Auftritte gibt es zwischen ihnen keine klare Grenze, sondern einen vertraulichen Austausch; so vertraulich, dass Leonora mit „State of Mind“ eine musikalische Tribute an ihren kürzlich verstorbenen Vater richten kann, und dabei – ähnlich wie zuvor auch James Mum - von einem Meer an Lichtern aufgefangen wird. Die Sängerin schloss das Konzert im Haus der Jugend vor besonders vollem Publikum ab: Vom Veranstalter als Pop-Moment des Abends angekündigt, dominierten auch Jazz- und Soulnoten ihren Auftritt – inklusive dem „fetteren Sound“, den die junge Künstlerin bereits beim Rockcity-is-Electric-Konzert im September angekündigt hatte.

Eine große Bandformation mit Bläserensemble, die ihren kraftvollen Gesang – von „mellow bis abzappeln“ – begleiteten und ergänzten, sorgte für einen pompösen Moment in dem ansonsten eher vertraulichen Setting. Im Repertoire der Singer-Songwriterin befanden sich mit „Make Mistakes“ und „Someone Else to Love“ gleich zwei Songs ihrer neuen Produktion – diese erste offizielle EP der Sängerin wird schon bald veröffentlicht.

Einrichtung: das Haus der Jugend

Das Haus der Jugend ist eine offene Einrichtung für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 6 bis 27 Jahren mit mehreren Standorten in Solingen. jugend-solingen.de

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