Ausbildung

PTA-Beruf gewinnt in der Pandemie an Bedeutung

28 Frauen und zwei Herren erhielten am Freitag ihre Abschlusszeugnisse am Walter-Bremer-Institut. Jetzt steht noch ein halbes Jahr Praxiszeit in einer Apotheke an.
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28 Frauen und zwei Herren erhielten am Freitag ihre Abschlusszeugnisse am Walter-Bremer-Institut. Jetzt steht noch ein halbes Jahr Praxiszeit in einer Apotheke an.

Das Walter-Bremer-Institut zeichnete am Freitag die diesjährigen Absolventen aus.

Von Simone Theyßen-Speich

Solingen. In der Vergangenheit waren die Themen Raumnot und das von den Schülern aufzubringende Schulgeld oft Diskussionsstoff, wenn es um die Ausbildung zum Pharmazeutisch Technischen Assistenten (PTA) am Walter-Bremer-Institut ging. Die Raumnot hat sich seit dem Umzug in einen Trakt des Friedrich-List-Berufskollegs 2009 erledigt. Und gestern erhielt auch der erste Absolventen-Jahrgang seine Abschlusszeugnisse, der zumindest im zweiten Ausbildungsjahr kein Schulgeld mehr zahlen musste. Das hatte zuvor bei 182 Euro, früher sogar bei 420 Euro pro Monat gelegen. „Wir sind froh, dass das durch eine Förderrichtlinie des Landes aufgehoben wurde“, erklärt Schulleiterin Andrea Niehoff-Ströh.

Auch die Zahl der Anmeldungen sei danach hoch gegangen. „Auch PKA, also junge Menschen, die zuvor eine Pharmazeutisch Kaufmännische Ausbildung gemacht haben, haben die dann kostenlose PTA-Ausbildung teilweise aufgesattelt“, so Niehoff-Ströh. Sophia Beekar ist eine der Absolventinnen. „Ich hatte das Glück, dass meine Eltern im ersten Jahr das Schulgeld gezahlt haben, aber für viele Mitschüler war der Wegfall eine große Erleichterung“, berichtet sie.

28 junge Damen und zwei Herren erhielten gestern bei einer Feierstunde in der Aula des Friedrich-List-Berufskollegs ihre Zeugnisse – der Frauenanteil überwiegt nach wie vor. „Aber mir hat die Ausbildung viel Spaß gemacht und es hat mich nicht gestört, einer von nur zwei Männern gewesen zu sein“, erklärt Absolvent Dominik Smat.

Nach der zweijährigen Vollzeitausbildung mit Theorie und Praxis in der Schule steht noch ein halbes Jahr Praxiszeit in der Apotheke an, dann erfolgt die Abschlussprüfung. „Wir freuen uns über gute Leistungen“, betont Andrea Niehoff-Ströh, die seit 2012 Dozentin am Walter-Bremer-Institut und seit 2019 dessen Leiterin ist. Neunmal gab es eine „Eins“ vor dem Komma, einmal sogar die Traumnote 1,0.

Auch während der Corona-Pandemie ist die Wichtigkeit des Berufs nochmals in den Fokus gerückt. „Die Schülerinnen und Schüler durften zwar noch nicht helfen, aber viele ehemalige Absolventen waren dabei, als es darum ging, pharmazeutische Teams für die Vorbereitung des Impfstoffs in den Impfzentren und mobilen Impfteams zusammenzustellen“, betont die stellvertretende Schulleiterin Sylvia Weber-Erz, die als pharmazeutische Leiterin des Solinger Impfzentrums im Einsatz war.

Mit Reden, Spielrunden Schüler gegen Lehrer und einem Buffet, das die Unterstufen-Schüler erstellt hatten, wurde gestern gefeiert.

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