Raub

Prostituierte in Solingen überfallen – Haftbefehl gegen vier Jugendliche

Einige der gestohlenen Wertgegenstände.
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Einige der gestohlenen Wertgegenstände.

Die Ermittlungen zu einer Serie an Raubüberfällen in mehreren Städten laufen. Die mutmaßlichen Täter haben laut Polizei im Internet nach ihren Opfern gesucht.

Solingen/Wuppertal/Hagen/Bochum. Im Juni, Juli und August sollen vier Jugendliche Prostituierte in Solingen, Wuppertal, Bochum und Hagen gewaltsam – unter anderem unter dem Einsatz von Stich- und Schusswaffen – überfallen und ausgeraubt haben, zudem wurde ein Fahrgast in einem Linienbus überfallen. Nun hat die Staatsanwaltschaft Wuppertal den Haftbefehl gegen die 16- und 17-jährigen Tatverdächtigen aus Wuppertal vollstrecken lassen.

Die Polizei Wuppertal hatte zuvor mit einem Durchsuchungsbeschluss die Wohnsitze der Beschuldigten und sechs weiteren Mitbeschuldigten (14, 15, 16, zweimal 17 und 19 Jahre alt) nach Beweismitteln durchkämmt. Dabei wurden neben den mutmaßlichen Tatwaffen auch Wertgegenstände gefunden, die aus diversen Raubtaten bestehen.

Dem heutigen Einsatz sind umfangreiche Ermittlungen der „EK Date“ der Polizei Wuppertal voraus gegangen. Anlass dieser Ermittlungen ist eine Serie von Überfällen auf Prostituierte, die oftmals einen ähnlich erscheinenden Ablauf aufweisen. So wurden die überfallenen Frauen zunächst telefonisch von einer als Freier auftretenden Person kontaktiert und ein Treffen in der Wohnung der Prostituierten vereinbart. Oftmals kurz nach Erscheinen des „Freiers“ ließ dieser Komplizen in die Wohnungen, die immer wieder mit erheblicher Gewaltanwendung und unter Einsatz von Stich- und Schusswaffen gegen die Frauen vorgingen. Zudem entwendeten die Täter unter anderem Schmuck, Mobiltelefone und Bargeld.

Die Täter hätten gezielt im Internet nach potentiellen Opfern gesucht und die Taten nach einer Verabredung begangen haben, heißt es von der Polizei. Bei Gelegenheit sollen aber auch andere Personen überfallen worden sein.

Im Falle einer Verurteilung müssen die Tatverdächtigen mit Jugendstrafen rechnen. Die umfangreichen Ermittlungen dauern an.

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