Wilhelmstraße

Pro Familia berät mehr als 1000 Mal

80 Prozent der Gespräche fallen auf Schwangerschaftskonflikte und die dazu notwendigen Hilfs- und Beratungsgespräche.

Von Philipp Müller

Solingen. Wenn sich an der Beratungsstelle von Pro Familia an der Wilhelmstraße die Türen öffnen, dann suchen in der Regel Menschen Hilfe in Sachen Schwangerschaft. Denn der Verein ist als Anlaufstelle nach dem Schwangeren- und Familienhilfegesetz anerkannt. Im Jahresbericht 2021 sind die Zahlen dann auch eindeutig. 1011 Beratungsfälle führt er mit rund 1900 einzelnen Beratungen auf. 80 Prozent der Gespräche fallen auf Schwangerschaftskonflikte und die dazu notwendigen Hilfs- und Beratungsgespräche.

Doch auch rund 500 Gespräche im Bereich Ehe- und Lebensberatungen führt der Bericht auf. Denn der Ansatz von Pro Familia ist, nicht nur in den Fällen zu beraten, wo es um Schwangerschaftsabbrüche geht oder wie diese vermieden und die Folgen sozial abgefedert werden können. So weist der Verein auch darauf hin: „Unser Sexualpädagoge hat sich, wie im letzten Jahr, wieder viel um die Beratung und Begleitung von Menschen und Paaren mit kognitiven Beeinträchtigungen kümmern können.“

Bei diesen Beratungen habe sich aber auch gezeigt, dass „der Mangel an Kontakten und partnerschaftlichen Möglichkeiten und die Beschränkungen, die durch das Betreuungssystem auferlegt wurden, bei behinderten Menschen wiederholt zu großen Frustrationen und Aussichtslosigkeit geführt“ hätten. Die zusätzlichen Belastungen durch die Corona-Pandemie und die Auswirkungen auf nahezu alle Lebensbereiche habe sich auch in allen anderen Bereichen und Aufgabenfeldern des Beratungsvereins durch eine große Zahl an solchen Beratungsanfragen niedergeschlagen.

Zu den Beratungsanlässen verweist Pro Familia auf eine kaum geänderte Ausgangslage gegenüber den Vorjahren: „Weiterhin kommen Schwangere und Paare, die auf der Suche nach der Vereinbarkeit von Kindern und Familienarbeit, Berufstätigkeit sowie den Unsicherheiten, die der Corona-Pandemie geschuldet sind, in die Beratung.“ Zugenommen hätte dabei die Beratung von Familien, die nach dem ersten Kind weitere wünschen und im Konflikt der Finanzierung und Organisation mit den Arbeitgebern stehen würden.

Die Beratungsstelle an der Wilhelmstraße 29 ist montags bis donnerstags von 8 bis 12 Uhr sowie dienstagnachmittags von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Kontakt ist auch unter Tel. (02 12) 7 61 01 möglich. Mehr Informationen unter:

https://t1p.de/8y6v

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