Alltagsheld

Uli Preuss ist der Gewinner des Bürgerpreises

Stefan Grunwald, Vorstandsvorsitzender der Stadt-Sparkasse (v. l.), Oberbürgermeister Tim Kurzbach, Preisträger Uli Preuss, ST-Verleger Michael Boll und RSG-Moderator Thorsten Kabitz gestern bei der Preisverleihung im Rathausfoyer. Foto: Michael Schütz
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Stefan Grunwald, Vorstandsvorsitzender der Stadt-Sparkasse (v. l.), Oberbürgermeister Tim Kurzbach, Preisträger Uli Preuss, ST-Verleger Michael Boll und RSG-Moderator Thorsten Kabitz gestern bei der Preisverleihung im Rathausfoyer.

Eine Sonderauszeichnung gab es für das Corona-Netzwerk Corona-Care Solingen.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. In vergangenen Jahren stand Uli Preuss bei solchen Anlässen immer auf der anderen Seite der Kamera: Als langjähriger Foto-Redakteur des Solinger Tageblatts hielt er auch Bürgerpreis-Gewinner im Bild fest. Diesmal wurde er selbst gekürt. Seine Mitmenschlichkeit, die sich schon seit langen Jahren in sozialem Engagement etwa für das Friedensdorf International, den Verein Solingen hilft, oder die Tafel niedergeschlagen hat, brach sich in der Corona-Krise noch einmal mehr Bahn. Unermüdlich ackerte Preuss, um helfende Institutionen, Vereine oder Privatpersonen zu bündeln und somit effektiver zu machen. Als einer der Administratoren von Corona-Care Solingen zum Beispiel, ist er ein wichtiger Hebel, um Gebende und Bedürftige zusammenzubringen und auch die Farbigkeit der Hilfen abzustimmen und zu nutzen. „Mal eben“, hatte er zudem nicht nur die Idee zum Durchhalte- und Mutmach-Song-Video „Wir sind Solingen“, sondern netzwerkte auch hier eifrig, um diese zu realisieren.

„Denn solche Werte tragen eine Gesellschaft.“

Oberbürgermeister Tim Kurzbach

Uli Preuss habe viel dazu beigetragen, die Menschen in der Krise zusammenzuführen, sagte Stefan Grunwald, Vorstandsvorsitzender der Stadt-Sparkasse, die gemeinsam mit dem Solinger Tageblatt und Radio RSG den Bürgerpreis nun bereits zum vierten Mal verlieh. Gerade in der Corona-Krise soziales Engagement und Mitgefühl mit einem Dankeschön-Preis herauszustellen, sei genau richtig, sagte Oberbürgermeister Tim Kurzbach, der auch diesmal wieder die Schirmherrschaft übernommen hatte: „Denn solche Werte tragen eine Gesellschaft.“

Die selbstverständliche Geradlinigkeit, mit der Uli Preuss seine fürsorglichen Ideen in Projekte und Taten umsetzt, überzeugte die Jury des Ehrenamtspreises für den Alltagshelden 2020 und so konnte Preuss 1000 Euro für seine Projekte mitnehmen. Die übrigen 2000 Euro verteilen sich zu gleichen Teilen auf die vier weiteren Nominierten: Dagmar Cristello, die sich in der Tierfutterhilfe einsetzte, Dirk Clauberg, der, obwohl blind und zudem gehbehindert, begeisterter und motivierender Lese-Mentor an Solinger Schulen ist und darüber hinaus dort mit seinem Workshop Kinder lernen, blind zu sehen, den richtigen und sensiblen Umgang mit blinden Menschen schult. Carola Horlemann ist erste Vorsitzende der Solinger Fellfreunde und kümmert sich intensiv um das Wohl und Weh gequälter Hunde im ungarischen Gyula. Und Ceren Kaynar nähte im Akkord Mund-Nasen-Schutz-Masken und verkaufte sie, um mit dem Erlös den Solinger Vogelpark zu unterstützen.

Sie alle hätten es hochgradig verdient, aus den vielen Vorschlägen für den Bürgerpreis nominiert zu werden, betonte Stefan Grunwald. „Aber in der Natur eines Wettbewerbs liegt ja nun einmal, dass am Ende nur einer den ersten Platz macht.“

Er freue sich riesig über die Auszeichnung, sagte Uli Preuss am Ende der Veranstaltung, die unter geltenden Hygiene- und Abstandsregeln im Foyer des Rathauses stattfand: Öffentlichkeit war nicht zugelassen und auch die vier Mitbewerber konnten nicht dabei sein. „Die 1000 Euro werden vornehmlich in meine Altprojekte, das Friedensdorf und Solingen hilft fließen“, berichtet Preuss. Denn auch dort habe Corona viel Schaden hinterlassen.

Einen Corona-Sonderpreis gab es zusätzlich zu dem Bürgerpreis: 500 Euro gingen an das Netzwerk Corona-Care.

Uli Preuss ist ein unermüdlicher Netzwerker für soziale Zwecke - Hier geht es zum Porträt.

Ablauf Bürgerpreis

ST-Leser und RSG-Hörer hatten Mitmenschen für den Bürgerpreis vorgeschlagen, die sich in besonderer Weise ehrenamtlich für ihre Stadt einsetzen. Aus den Vorschlägen wählte eine Jury fünf Kandidaten aus, die den Bürgerpreis erhalten könnten. Die endgültige Entscheidung trafen wiederum die Leser und Hörer, die darüber abstimmten, wer den Preis erhält. Radio- und Tageblatt-Reportagen hatten alle Kandidaten einzeln vorgestellt. Der Bürgerpreis zum vierten Mal vergeben.

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