Bühne

Premiere mit viel Witz und Tiefgang

Silke Natho (l.) und Marina Welsch haben das Stück „Die Vorzimmerdamen“ geschrieben und stehen auch auf der Bühne. Foto: Christian Beier
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Silke Natho (l.) und Marina Welsch haben das Stück „Die Vorzimmerdamen“ geschrieben und stehen auch auf der Bühne.

„Die Vorzimmerdamen“ im Kammerspielchen.

Von Karl-Rainer Broch

Die Premiere der amüsanten, aber auch mit Tiefgang inszenierten Komödie „Die Vorzimmerdamen“ am Samstag im Gräfrather Kammerspielchen war zweifach bedeutsam: Erstens war es eine Uraufführung für die Schauspielerinnen Silke Natho und Marina Welsch. Zweitens spielten beide nicht nur auf der Bühne, sondern hatten das Stück auch gemeinsam geschrieben.

Die Solinger Aktrice Marina Welsch, die ihre Partnerin mehr zufällig kennengelernt hatte, übernahm auch die Regie. Sie kommentierte den Erfolg des mit großem Beifall honorierten Theaterstücks nach der Vorführung: „Ich freue mich über die gute Resonanz nach vier Jahren Pause, schließlich habe ich vor zehn Jahren bei der Eröffnung des Kammerspielchens beim ersten Stück mitgespielt und damit eine besondere Beziehung zu dem kleinen Theater.“

Die beiden Vorzimmerdamen Deborah Klum (Silke Natho) und Eve Martin (Marina Welsch mit bewusst französischem Akzent) haben zwar eine untergeordnete Position in ihrer Firma, fühlen sich aber überlegen und garnieren ihre Arbeit mit Schlagwörtern und klugen Sprüchen, träumen von „einem ekligen Objekt mit Geld“ oder einem „gut bezahlten Job auf den Cayman-Inseln“. Eves Liebe zum Champagner zieht sich durch die gesamte Aufführung („Champagner kaltstellen ist ja so was wie kochen“), während Deborah mehr auf Schokolade steht. Daher ist Eve auch entsetzt, als ihre Kollegin ihr als Dank einen kleinen Piccolo-Sekt anbietet. Einer der Höhepunkte des Stücks ist folgerichtig auch Martina Welschs Chanson über Liebe und Champagner.

Hinweise auf kriminelle Machenschaften und Korruption

Während ihrer Langeweile im Vorzimmer, gewürzt mit philosophischen Gedanken über den Sinn des Lebens, bekommen sie merkwürdige Vorfälle in der Chefetage mit, die nach Lektüre eines entwendeten Ordners auf kriminelle Machenschaften und Korruption deuten, mit denen das Finanzamt betrogen werden soll. Beide Damen sehen darin die Chance, die Chefs zu ersetzen und ihr Leben zu verändern, so dass in Zukunft nicht sie im Vorzimmer arbeiten, sondern stattdessen „Vorzimmer-Boys“. Eine beeindruckende Premiere – mit viel Witz, aber auch tiefgründig.

Weitere Termine: Freitag, 4., Samstag, 5. und Freitag, 11. März, jeweils 20 Uhr; Sonntag, 13. März, 15 Uhr.

Vorverkauf über: termine.solinger-tageblatt.de theater-kammerspielchen.de

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