Pollen-Allergie

Diese Tipps helfen bei Heuschnupfen

Fliegende Pollen können Allergikern das Leben ziemlich schwer machen.
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Fliegende Pollen können Allergikern das Leben ziemlich schwer machen.

Was Mediziner und Apotheker aus Solingen Betroffenen raten.

Von Holger Hoeck

Solingen. Für viele Menschen ist der Frühling die schönste Jahreszeit. Angenehme warme Temperaturen, oft im Einklang mit Sonnenstrahlen, motivieren zu Unternehmungen in der freien Natur. Doch Frühlingszeit bedeutet auch Pollenzeit. Und während die Mehrheit unbeschwert Spaziergänge oder Aufenthalte in der Außengastronomie genießen kann, leiden Betroffene an der frischen Luft und zeigen allergische Reaktionen.

Welche Ursachen hat eine Pollenallergie?

Bei Allergien liegt in der Regel eine genetische, also eine familiäre Veranlagung (Prädisposition) vor. Daher reagieren manche Menschen auf eigentlich harmlose Pollen mit einer heftigen Überreaktion des eigenen Immunsystems und manche nicht. Auslösend können aber auch weitere Faktoren wie etwa das Rauchen oder individuelle Vorerkrankungen sein.

Woran ist eine allergische Reaktion feststellbar?

„Die Symptome sind vielfältig und können leicht, mittelstark oder sehr stark auftreten“, weiß Olivier Weh-Gray, Facharzt für Allgemeinmedizin und einer von zwei Sprechern der Kassenärztlichen Vereinigung Solingen. „Die Betroffenen leiden an tränenden, juckenden oder sich rötenden Augen, häufiges Niesen, verstopfter oder laufender Nase bis hin zu asthmatischen Atemwegsbeschwerden und Schlafstörungen. Auch Müdigkeit und Kopfschmerzen treten dabei auf.“

Welche Pollen sind denn besonders nervig?

Gräser- und Baumpollen, und hierbei insbesondere die Birkenpollen, sind die häufigsten Auslöser. Sie fliegen zu unterschiedlichen Zeiten während der Pollensaison, die von Mitte März bis Ende September dauert, und ihre Hoch-Zeit im April und Mai haben. Die häufig nur wenige Mikrometer großen Pollen dringen tief in die Atemwege ein, wo sie die verschiedenen Stärken der allergischen Reaktion auslösen.

Zum Leid vieler Betroffener können auch Kreuzreaktionen auftreten. Das bedeutet, dass der Körper mit einer allergischen Reaktion auch auf Substanzen reagiert, die ähnliche Stoffe enthalten wie das Allergen. So reagieren Menschen mit einer Birkenpollen-Allergie häufig auch auf Nahrungsmittel wie Haselnüsse, Mandeln oder Steinobst.

Wo bekomme ich Informationen über die Pollen-Flugzeiten?

Gräser, Wildkräuter, Bäume und Sträucher blühen zu unterschiedlichen Zeiten im Jahr. Einen guten Überblick über die unterschiedlich stark ausgeprägten Pollenflüge gibt der Pollenflugkalender, der in Apotheken erfragt oder im Internet abgerufen werden kann.

Gibt es Tipps, wie der Pollenallergie begegnet werden kann?

Es gibt eine ganze Menge, um den Pollen Paroli zu bieten. Zum einen kann das Anbringen von Pollenschutzgittern an den Fenstern nützlich sein. „Wir raten Betroffenen aber auch zum Duschen mit Haarewaschen vor dem Schlafengehen; Spaziergänge sollten erst nach Regen unternommen werden. In der Stadt ist es weiterhin ratsam, morgens, auf dem Land hingegen eher abends durchzulüften“, erläutert Sajra Dzamastagic, Apothekerin in der St. Michael-Apotheke.

Kleidung, die tagsüber getragen wurde, sollte nicht im Schlafzimmer aufbewahrt werden. Wer möchte, kann zudem spezielle Luftfilter fürs Auto und den heimischen Staubsauger nutzen.

Und auch wenn es manchem sicherlich schwerfällt: Sport im Freien — an trockenen Tagen — ist bei einer Pollenallergie wirklich keine gute Idee.

Und was hilft mir sonst noch?

Zeigt eine Person allergische Reaktionen, raten Ärzte zu einem Allergietest. Er wird beim Allergologen oder beim Hausarzt durchgeführt. Dazu werden bestimmte Allergene auf die Haut aufgetragen und diese leicht eingeritzt (Prick-Test). Weitere Tests können mit Blutproben oder durch Pflastertests (Epicutan-Test) erfolgen. Ist der Test positiv, können antiallergische Medikamente, Tabletten, Nasen- wie auch Asthmasprays helfen. Hausärzte oder Allergologen empfehlen bisweilen zudem eine Spezialtherapie zur Allergiereduktion.

Also auch einen Experten befragen?

Ja, das wäre sehr sinnvoll. Bei einer Allergie oder auftretenden allergischen Symptomen wissen Fachärzte, aber auch Apotheker am besten, was hilft und was eher ungeeignet ist.

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