Aktion

Polizisten helfen selbst bei Mülltrennung oder Erbschaftsfragen

Die Polizei war am Mittwoch mit ihrem Airstream-Anhänger zu Gast in Solingen.
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Die Polizei war am Mittwoch mit ihrem Airstream-Anhänger zu Gast in Solingen.

Neuer Airstream-Anhänger der Landespolizei und Beamte des Polizeipräsidiums Wuppertal machten Halt auf dem Neumarkt.

Solingen. Es waren Alltagssorgen, mit denen am Mittwoch Menschen zu den Polizeibeamten im neuen Airstream-Anhänger auf den Neumarkt kamen. Bei einer Tasse Kaffee und Zeit für ein Gespräch ging es um Vielerlei: Falsche Mülltrennung im heimischen Mietshaus oder die Bitte um mehr Polizei-Präsenz auf dem Heimweg, gerade mit Blick auf die frühe Dunkelheit am Abend. Selbst Rat in Erbschaftsfragen wurde erbeten.

„Nicht alles fällt in unseren Aufgabenbereich und unsere Kompetenz“, erklärte Stefan Weiand von der Pressestelle des Polizeipräsidiums Wuppertal. „Aber wir geben das an die entsprechenden Behörden weiter und können Ansprechpartner vermitteln.“

Die Idee zu diesem niederschwelligen Angebot hat ihre Wurzeln in einer Online-Kampagne in den sozialen Netzwerken. Titel: „Wir sind Ihre Polizei“. Das Polizeipräsidium Wuppertal stellt dort seit etwa einem Jahr regelmäßig Kolleginnen und Kollegen verschiedener Dienststellen vor. Digital gibt es so Einblick in die verschiedenen Aufgaben. Ziel ist zu zeigen, wer die Menschen in den Uniformen sind, die sich um die Bürger und Bürgerinnen kümmern.

Mit der Einladung auf den Neumarkt holte die Polizei diese Serie aus dem Netz in die Realität. Airstream-Anhänger heißt der speziell ausgerüstete Wohnwagen, mit dem die Polizei vor Ort war. Er wurde eigens für die Öffentlichkeitsarbeit in NRW angeschafft und kann von allen Polizeibehörden genutzt werden. Was das Gefährt gekostet hat, konnte das Wuppertaler Präsidium nicht sagen.

Uniformierte sorgen oft erstmal für ein ungutes Gefühl

„Schon letzte Woche in Remscheid sind wir mit vielen Passanten ins Gespräch gekommen“, sagt Stefan Weiand. „Der Anblick von Uniformen – und davon oft gleich mehrere auf einmal – sorgt durchaus oft für ein ungutes Gefühl bei den Menschen.“ Das gehe ihm selbst so, wenn er als Privatperson unterwegs sei, berichtete Weiand.

„Die Polizei, Dein Freund und Helfer: Wir möchten an den altbekannten Slogan anknüpfen und mit dieser Aktion deutlich machen, dass wir uns kümmern, auch um vermeintliche Kleinigkeiten. Wir sind nicht in erster Linie die Bösen, die bestrafen, wenn jemand etwas falsch gemacht hat.“ So gaben die Beamten am Mittwoch zum Beispiel Tipps zur Sicherheit auf dem Fahrrad und nahmen Wünsche für mehr Radwege entgegen. -jsl/ric-

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