Polizei ist jetzt sicher: Brandstiftung am Autohaus

Brandstiftung an der Kottendorfer Straße in Ohligs – das Foto von Montag zeigt das Ausmaß der Schäden. Foto: Christian Beier
+
Brandstiftung an der Kottendorfer Straße in Ohligs – das Foto von Montag zeigt das Ausmaß der Schäden.

Das Feuer an der Kottendorfer Straße hat 14 Fahrzeuge und ein Gebäude beschädigt – Kripo ermittelt

-bjb- Nach dem Brand auf dem Gelände eines Autohauses an der Kottendorfer Straße in Ohligs hat die Polizei ihre Ermittlungen am Montag fortgesetzt: „Wir gehen sicher davon aus, dass es sich um Brandstiftung handelt“, sagte Polizeisprecher Stefan Weiand gestern dem ST. Auf spezielle Brandsachverständige konnte daher verzichtet werden.

Anwohner und Passanten werden gebeten, sich zu melden

Nach umfangreichen Fahndungsmaßnahmen unmittelbar nach der Tat am späten Freitagabend, die ohne Ergebnis blieben, hat die Kriminalpolizei inzwischen die Ermittlungen übernommen. Für Brandstiftung spricht der Nachweis eines Brandbeschleunigers – auch ist das Feuer an verschiedenen Stellen ausgebrochen. Einen dringenden Tatverdacht gibt es aber noch nicht.

Die Polizei sucht Zeugen und bittet Anwohner und Passanten, sich zu melden, sofern diese etwas Auffälliges gesehen haben: „Egal, ob ein Auto schnell weggefahren oder eine Person weggerannt ist, jeder Hinweis kann helfen, auch wenn er unwichtig erscheint“, betonte Stefan Weiand. Dabei gehe es nicht nur um den unmittelbaren Zeitpunkt des Feuerwehreinsatzes – der begann am Freitagabend gegen 23 Uhr. Für mögliche Vorbereitungen und Auffälligkeiten zieht die Polizei einen Zeitraum bis 19 Uhr in Betracht. Zeugen, die vorigen Freitag – oder auch an den Tagen zuvor – verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben, werden gebeten, sich bei der Behörde unter (02 02) 2 84-0 zu melden.

Autohaus-Inhaber Franz-Josef Schönauen spürt nach der Brandstiftung eine hohe Unsicherheit: „Das hinterlässt ein ungutes Gefühl.“ Er zeigte sich aber auch erleichtert: „Es hätte wesentlich schlimmer kommen können, wenn die Räder bei der Feuerwehr nicht so ineinandergegriffen hätten.“ Nachdem die Kripo den Ort am Montag freigegeben hatte, wurde erst einmal aufgeräumt. Franz-Josef Schönauen kündigt eine Belohnung an: 5000 Euro für sachdienliche Hinweise. Der Schaden wird weiterhin auf rund 400 000 Euro geschätzt, allerdings sind nach Angaben der Polizei 14 Fahrzeuge betroffen und damit zwei mehr als ursprünglich angenommen. Zudem sei ein Gebäude beschädigt worden – auch wenn die Feuerwehr bei ihrem nächtlichen Einsatz ein Übergreifen der Flammen auf das Gebäude verhindern konnte. Außerdem musste die Feuerwehr ein vor der Firma geparktes Auto löschen.

Vier Trupps unter Atemschutz bekämpften den Brand, mehr als 50 Einsatzkräfte waren vor Ort. Alle drei Wachen der Berufsfeuerwehr waren im Einsatz, ebenso die Freiwilligen Feuerwehren aus Ohligs, Rupelrath und Gräfrath. Neben starker Rauchentwicklung waren laut Feuerwehr auch immer wieder kleine Explosionen zu hören, weil Autoreifen der Hitze nicht standhielten.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Drei Raubüberfälle in Gräfrath, Ohligs und Mitte
Drei Raubüberfälle in Gräfrath, Ohligs und Mitte
Drei Raubüberfälle in Gräfrath, Ohligs und Mitte
Unfall in Stöcken verursacht Verkehrschaos - Zwei Verletzte
Unfall in Stöcken verursacht Verkehrschaos - Zwei Verletzte
Unfall in Stöcken verursacht Verkehrschaos - Zwei Verletzte
28 Raser pro Tag: Stadt will am Werwolf blitzen
28 Raser pro Tag: Stadt will am Werwolf blitzen
28 Raser pro Tag: Stadt will am Werwolf blitzen
Gymnasium Schwertstraße wird erweitert
Gymnasium Schwertstraße wird erweitert
Gymnasium Schwertstraße wird erweitert

Kommentare