Ohligs

Streit zwischen Anhängern von AfD und MLPD

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Mit großem Polizeiaufgebot wurde die MLPD davon abgehalten, gegen den AfD-Stand am Samstag zu protestieren.

Es war eine Wahlkampf-Kundgebung mit Lautsprecher, die am Samstag den massiven Einsatz mehrerer Streifenwagen auf der Düsseldorfer Straße in Ohligs auslöste.

Von Dirk Lotze

Eine erste Nachricht der Polizei vom Wochenende präzisierte das Präsidium am Montag auf Anfrage. Zehn bis 20 Anhänger der Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands (MLPD) und anderer linker Gruppen waren gegen 11 Uhr vom Bahnhof Richtung Markt gegangen. Dabei passierten sie einen Infostand der AfD und kommentierten deren Politik. Mutmaßlich fiel der Begriff "Nazi". Kriminalbeamte in Zivil funkten um Verstärkung; zeitgleich habe ein AfD-Anhänger den Notruf gewählt. Laut Präsidium wollten die Beamten verhindern, dass sich die Gruppen erneut nahe kamen. Deshalb hätten sie die MLPD-Kundgebung auf dem Rückweg Richtung Bahnhof gestoppt und unterhalb des AfD-Standes aufgelöst. Es habe Streit um den Lautsprecher gegeben. Dabei soll sich ein Aktivist der Polizei widersetzt haben. Beamte rangen ein weiteres Mitglied der linken Gruppe zu Boden. 

Der Mann habe mit seinem Handy gefilmt, was der Einsatzleiter mit Teilnehmern absprach. Die Polizei stellte das Handy sicher. Das Präsidium prüft, ob dieser Eingriff rechtens war. Ob Bürger einen Polizeieinsatz filmen dürfen, hängt vom Einzelfall ab. Die MLPD führte eine weitere, spontane Kundgebung vor Ort durch, dann gingen die Teilnehmer zum Bahnhof. Verletzt wurde niemand. Laut Zeugen blieben die politischen Gruppen durchweg auf Abstand. Die Polizei ermittelt weiter.

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