Politischer Aschermittwoch: Frauen fordern Mitspracherecht

Prof. Dr. Silke Ruth Laskowski hielt beim politischen Aschermittwoch einen Vortrag über die Wichtigkeit eines Paritätsgesetzes. Foto: Christian Beier

Rund 80 Teilnehmerinnen kamen ins Zentrum Frieden.

Von Anna Lauterjung

Der diesjährige Politische Aschermittwoch der Frauen stand ganz im Zeichen politischer Beteiligung der Solingerinnen. Dazu lud die Gleichstellungsstelle der Stadt rund 80 Teilnehmerinnen ins Zentrum Frieden ein. Frei nach Simone de Beauvoirs Zitat „Frauen, die nichts fordern, werden beim Wort genommen. Sie bekommen nichts“ tauschten sie sich aus, diskutierten und entwickelten Maßnahmen.

Den Anfang machte Prof. Dr. Silke Ruth Laskowski mit einem Vortrag über die Wichtigkeit eines Paritätsgesetzes. „Der Gesetzgeber ist immer noch 70 Prozent ein Mann“, betonte die Juristin. Daher setze sie sich bundesweit für paritätische Listen ein. Der Vorschlag stieß bei den Teilnehmerinnen auf Zustimmung.

Auch das Projekt „fYOUture“ der Jugendförderung der Stadt Solingen wurde vorgestellt. Ziel von „fYOUture“ sei, in diesem Jahr ein Handlungskonzept für eine Jugendbeteiligung umzusetzen, erklärte Projektleiterin Isolde Aigner. Bereits 60 Maßnahmen wurden durch Politik, Verwaltung und Jugendlichen beschlossen und umgesetzt. Aigner konzentrierte sich bei der Veranstaltung auf drei der Maßnahmen, die sich an queere und weibliche Jugendliche richten oder von ihnen organisiert wurden, unter anderem eine Aktion zum Thema Catcalling in der Innenstadt, die am Weltfrauentag wiederholt werden soll, ein Couchtalk von und für queere Jugendliche zur Vernetzung oder ein Videoprojekt zu den Jugendlichen am Graf-Wilhelm-Platz.

Interaktives Programm lädt zum Networking ein

Der Mittwochabend diente vor allem zum Networking unter gleichgesinnten Frauen. So suchten die Teilnehmerinnen aktiv das Gespräch miteinander. Auch der kleine Workshop am Ende der Veranstaltung wurde zum Austausch zwischen erfahrenden und neuen Politikinteressierten genutzt. In Kleingruppen erörterten sie verschiedene Fragen, zum Beispiel wie Frauen in der Politik erfolgreiche Seilschaften schließen können. Bei dem Thema, welche Herausforderungen die „alten Häsinnen“ zu meistern hatten, konnte insbesondere Elfriede Nießen (SPD) aus ihrer Zeit in der Solinger Lokalpolitik erzählen. So hatten Neulinge die Möglichkeit, am Ende des Abends einige hilfreiche Tipps zu sammeln. Auch praktische Ansätze wie ein Stammtisch oder quotierte, paritätische Redezeiten wurden entwickelt.

Zum Ende wurde der Abend noch einmal reflektiert. „Es ist wichtig, dass das heute besprochene in die Welt herausschallt“, so die Moderatorin.

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