Gedenken

Politiker trauern um früheren Oberbürgermeister

Ins Kondolenzbuch der Stadt trug sich gestern unter anderem der SPD-Fraktionschef im Landtag, Thomas Kutschaty, ein. Foto: Michael Schütz
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Ins Kondolenzbuch der Stadt trug sich am Freitag unter anderem der SPD-Fraktionschef im Landtag, Thomas Kutschaty, ein.

SPD setzt nach Tod von Uli Uibel für drei Tage den Wahlkampf aus.

Von Philipp Müller

Solingen. Der SPD-Fraktionschef im Landtag, Thomas Kutschaty, trug sich am Freitag im Rathaus ins Kondolenzbuch der Stadt für den verstorbenen, ehemaligen Oberbürgermeister der Stadt Solingen ein. Uibels Ruf als kompetenter Politiker, der die Parteien über alle Grenzen hinaus zusammengebracht habe, sei weit über Solingen hinaus bekannt. Im Rathaus trug sich auch Remscheids OB Burkhard Mast-Weisz (SPD) ins Buch ein. Er berichtete von der konstruktiven Arbeit Uibels bei der Bergischen Gesellschaft, die sogar geholfen habe, große Gegensätze zu überwinden. „Er hatte stets das Bergische im Auge.“

Kutschaty sollte ursprünglich im Wahlkampf auftreten. Doch den hatte die Solinger SPD bis Sonntag abgesagt. „Wir werden heute um 12 Uhr auf dem Walter-Scheel-Platz ein stilles Gedenken veranstalten“, sagte Solingens SPD-Chef Josef Neumann. Daran wird auch der Fraktionsvorsitzende der CDU im Rat, Carsten Voigt, teilnehmen. Er tritt im gleichen Wahlkreis in Burg an, in dem sich Uibel um ein Mandat bewerben wollte. „Ich würde alle Stimmen hergeben, wenn er dafür noch leben würde“, sagte er tief erschüttert. Voigt war sich mit OB Tim Kurzbach (SPD) einig: Uibel habe Gräben in der Kommunalpolitik zuschütten können, klug vermittelt und immer das Wohl der Stadt im Auge gehabt.

Parteien loben Uibels konstruktive und kluge Art im Umgang

Die grüne Fraktionssprecherin Martina Zsack-Möllmann und deren Spitzenkandidatin Juliane Hilbricht erinnerten daran, sie hätten Uibel in den langen Jahren der rot-grünen Zusammenarbeit vor allem in den 1990er Jahren als einen Partner erlebt, der – war er einmal überzeugt – politische Positionen immer verlässlich und standfest vertreten habe. Die Solinger FDP erklärte: „Er schaffte es, politische Gegner an einen Tisch zu bringen und nachhaltige, vernünftige Problemlösungen herbeizuführen.“ Prof. Jörg Becker (Linke) erinnerte an die Arbeit im Kulturausschuss, wo Uibel „ein verlässlicher Ratgeber und Kollege“ gewesen sei.

Schon am kommenden Donnerstag will die SPD auf einem Parteitag um 19.30 Uhr einen Nachfolger für den verstorbenen Ulrich Uibel im Wahlkreis 46, Burg-Höhrath-Hästen, bestimmen.

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