Wiederbelegung der Clemens-Galerien

Mühlenplatz: Politik ist zufrieden mit Umbau-Plänen

So könnte der Mühlenplatz demnächst aussehen. Probleme gibt es noch wegen des geplanten Wasserlaufs. Simulation: Architekt Andreas Seidensticker
+
So könnte der Mühlenplatz demnächst aussehen. Probleme gibt es noch wegen des geplanten Wasserlaufs.

Mühlenplatz in den Clemens-Galerien wird ab Mitte September umgestaltet. Probleme mit neuem Wasserlauf.

Von Hans-Peter Meurer

Im Rahmen der Neuausrichtung und Wiederbelegung der Clemens-Galerien beabsichtigt der neue Eigentümer, neben diversen baulichen Veränderungen, auch die Freianlage Mühlenplatz umzugestalten. Und Solingens Stadtteilpolitiker können sich mit diesen ersten Umbauplänen fast durchweg anfreunden, auch wenn es in der Sitzung der Bezirksvertretung Mitte am Donnerstagabend einen Kritikpunkt gab.

Der Solinger Architekt Andreas Seidensticker und die Frankfurter Objektbetreuerin Beatrice von Heesen von der Solingen Projektgesellschaft GmbH präsentierten dem Gremium die Umbaupläne. Sie sehen vor, den im städtischen Eigentum befindlichen, rund 1500 Quadratmeter großen, öffentlichen Platz vor allem im östlichen Teil Richtung Hauptstraße neu zu gestalten. Die im Jahr 2000 gebaute Platzfläche weist nämlich durch die intensive Nutzung, besonders durch Veranstaltungen und Anlieferverkehre, erhebliche Schäden des Oberflächenbelags auf. Der soll durch eine robustere, belastbarere Fläche aus Granit – analog zum grauen Pflaster des Neumarktes – ersetzt werden.

Dies soll in einem ersten Bauabschnitt geschehen, der aber erst nach Ende des diesjährigen Zöppkesmarktes beginnen soll. Schürfungen auf der Platzfläche hätten ergeben, dass der Aufbau für eine Pflasterung ausreichend ist. Dennoch müsse man fast einen Meter in die Tiefe gehen.

Umbaupläne sind eng mit der Stadtverwaltung abgestimmt

Aus Sicht des Eigentümers ist der Platz auch deshalb nicht zufriedenstellend, weil er sich zu verschlossen gegenüber dem angrenzenden Citybereich der Fußgängerzone Hauptstraße darstellt. Zur Verbesserung des Erscheinungsbildes und Erhöhung der Aufenthaltsqualität schlagen Eigentümer und Architekt einen Umbau vor, der mit der Stadtverwaltung abgestimmt sei, wie Seidensticker erläuterte.

FINANZIERUNG

KOSTEN Für die Aufwertung des Mühlenplatzes wurden über das Projekt „City 2013“ Gesamtkosten von 600 000 Euro vom Land als zuwendungsfähig anerkannt und mit einer 80-prozentigen Förderung (480 000 Euro) bewilligt. Der noch 20-prozentige Eigenanteil (120 000 Euro) geht zu Lasten des Bauherrn. Sollte der Umbau teurer werden, übernimmt dies auch der Galerien-Eigentümer.

So soll der innere Platzbereich wie die angrenzenden Flächen in den Gängen eine graue Farbe und der Bereich unter den Platzarkaden einen etwas dunkleren Farbton erhalten. Zur Verbesserung der Wegebeziehungen soll zudem eine neue Rampe neben der zukünftig verschmälerten, vorhandenen Podesttreppe am südwestlichen Rand der Platzfläche in Verlängerung zur Hauptstraße geschaffen werden. Damit soll ein zweiter direkter, barrierearmer Zugang ohne Umwege von der oberen Hauptstraße zum Platz hergestellt werden.

Zur Einfassung des Platzes und Schaffung von mehr Grün ist vorgesehen, oberhalb der Treppenanlage, die Holzsitze erhalten wird, eine Reihe schmucker, kleinkroniger Bäume zur Fußgängerzone zu pflanzen. Der Stufenbereich soll ferner den umliegenden gastronomischen Betrieben mehr Raum für Außengastronomie bieten.

Kritisch setzten sich die Kommunalpolitiker jedoch mit einem geplanten Wasserspiel auseinander: Den ins Auge gefassten Wasserlauf im Bereich der Stufenanlage als Ersatz für die seit zwei Jahren nicht in Betrieb befindliche bisherige Brunnenanlage sehen fast alle Fraktionen „nicht als glücklich“ an. Grund: Bei Veranstaltungen auf dem Mühlenplatz stehen dort, wo der Wasserlauf in einen Miniteich führen soll, stets die Bühnen. Zudem sei der Verschmutzungsgrad solcher Wasserspiele groß, monierte CDU-Sprecher Hansjörg Schweikhart und fand viel Zustimmung im Gremium.

„Wir werden das mit dem Wasserlauf nochmals überdenken und uns eng mit der Stadtverwaltung abstimmen“, sagte hierzu gestern Eigentümer Dr. Jochen Stahl auf ST-Anfrage.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Solinger Dezernentin will mehr Rechte für Geimpfte
Solinger Dezernentin will mehr Rechte für Geimpfte
Solinger Dezernentin will mehr Rechte für Geimpfte
Corona: Solingen rutscht wieder unter die kritische Marke von 50 - Impfungen in Burg und Südpark
Corona: Solingen rutscht wieder unter die kritische Marke von 50 - Impfungen in Burg und Südpark
Corona: Solingen rutscht wieder unter die kritische Marke von 50 - Impfungen in Burg und Südpark
Impfaktion für Jugendliche schon am Freitag ein Erfolg
Impfaktion für Jugendliche schon am Freitag ein Erfolg
Impfaktion für Jugendliche schon am Freitag ein Erfolg
Weinverkauf für Opfer der Flutkatastrophe
Weinverkauf für Opfer der Flutkatastrophe
Weinverkauf für Opfer der Flutkatastrophe

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kommentare