Politik verschiebt Grundsatzbeschluss zur BHC-Arena

Nach den Grünen meldet auch die CDU Beratungsbedarf zur geplanten Mehrzweckhalle am Weyersberg an

Von Andreas Tews

Der Grundsatzbeschluss zu einer Arena Bergisch Land am Weyersberg wird erst im Februar fallen. Nach den Grünen hat jetzt auch die CDU Beratungsbedarf angemeldet. Darum wird es bei der Ratssitzung am Donnerstag, 16. Dezember, keine Abstimmung über die Sport- und Veranstaltungshalle geben.

Die Mehrzweckhalle peilen der Handball-Bundesligist Bergischer HC und das Rathaus an. Sie soll in erster Linie als bundesligataugliche Heimspielstätte für den BHC dienen. Befürworter versprechen sich aber auch zusätzliche größere Kulturveranstaltungen mit bis zu 8000 Besuchern. Bei Handballspielen wären 5000 Zuschauer möglich.

CDU-Fraktionsvorsitzender Daniel Flemm betonte gestern, dass er in der Vertagung keine Entscheidung gegen die Arena sehe. Die CDU verfolge weiterhin das Ziel, den Bau der Arena zu ermöglichen. Die Halle sei „eine Chance für den (Sport-) Standort Solingen“.

Dabei sollten Rathaus und Politik laut Flemm aber „transparent und gründlich“ arbeiten. Es dürfe nicht der falsche Eindruck entstehen, dass ein „Prestigeobjekt“ durchgedrückt werden solle, ohne auf Fragen von Interessengruppen oder aus der Bevölkerung einzugehen.

„Nicht abschließend, hinreichend oder widersprüchlich beantwortet“ seien vor allem Fragen zur Finanzierung des Projekts. Auch die Zukunft des Schul- und Vereinssports, der derzeit in der Klingenhalle und dem benachbarten Gelände am Weyersberg stattfindet, sei noch nicht geklärt. Die jetzige Halle soll abgerissen werden, ein Fußballplatz der neuen Arena weichen. Klärungsbedarf sehen die Christdemokraten auch in den Bereichen Verkehrsplanung, Stadtentwicklung und bei den ökologischen Rahmenbedingungen. Aus ähnlichen Gründen hatte zuvor bereits die Grünen-Ratsfraktion Bedenken gegen das Hallenprojekt geäußert.

Der Vertagung werden die anderen Ratsfraktionen wohl zustimmen. Dies sei guter Brauch, wenn eine Fraktion noch Beratungsbedarf anmelde, sagte SPD-Fraktionschefin Iris Preuß-Buchholz. Sie hätte allerdings lieber einen Grundsatzbeschluss für die Arena gesehen, mit dem Ziel, das Projekt „ernsthaft anzugehen und intensiv zu prüfen“. Preuß-Buchholz: „So hätten wir ein positives Signal gesetzt.“ | S. 26

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