Historisches Foto

Wer erinnert sich an dieses Ereignis?

Was ist auf dem heutigen Rätselbild zu sehen?
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Was ist auf dem heutigen Rätselbild zu sehen?

Bergisches Boule kann an vielen Orten in Solingen gespielt werden

Von Katharina Birkenbeul

Bei der Frage, welches Spiel auf dem historischen Foto gespielt wird, waren sich alle Leser einig: Pöhlches Schieten. Und ST-Leserin Rebekka Rossa weiß auch genau, um welche Schießanlage es sich dabei handelt: „Das ist die Pöhlchen–Bahn im Schaberfeld. Und auf dem Bild bin ich zu sehen. Entweder war das eine bergische Meisterschaft oder ein Turnier bei uns im Verein. Ich denke, ich war Anfang 20.“

Auf dem historischen Foto der vergangenen Woche ist die Pöhlchenschietanlage in Schaberfeld zu sehen. Ziel bei dem Spiel ist es, den Holzpfahl im Zentrum der eingezeichneten Kreise mit den Wurfscheiben zu treffen.

„Das Foto zeigt eine Pöhlchen–Schießanlage, vermutlich die am Schaberfeld. Der dortige Verein trägt den Namen „Pol-Daler-ut“, erkennt auch Norbert H. Posthum die Anlage. Pol-Daler-ut bedeutet so viel wie „Pöhlchen-Scheibe raus“, erklärt Regina Mengel den Begriff.

Dass das Pöhlches Schieten ein beliebter Sport in der Klingenstadt ist, zeigt sich an der Vielzahl der Bahnen, die Solingen zu bieten hat. Michael Dalecki vermutete auf dem Bild die Bahn am „Unnersberg auf der großen Wiese neben dem Ententeich.“ Elke Steinhaus kennt zudem die Bahnen in Nümmen oder am Brandteich in Gräfrath.

Heute ist die Bahn unverändert.

Elke Steinhaus weiß auch, wie das Spiel funktioniert: „Hier wird mit einer Scheibe auf ein Pöhlchen aus Holz geworfen beziehungsweise geschleudert. Die Zielscheibe ist auf den Boden gemalt.“ „Die Wurfscheiben (Daler) werden über eine Entfernung von 15 Metern geworfen. Ziel ist der Holzpfahl (Pol) im kreisförmigen Zentrum. Es gibt eine Punktewertung. Für das Treffen des Pfahls gibt es 10 Punkte. Wenn eine Scheibe mit dem Wurf einer folgenden Scheibe aus dem Kreis gestoßen wird, können keine weiteren Punkte erreicht werden. Innerhalb des Kreises gibt es mehrere farbige Zonen. Diese haben unterschiedliche Wertigkeiten. Die maximale Punktzahl beträgt 120. Bei den Turnieren darf jeder Spieler sechsmal werfen“, kann Norbert H. Posthum hinzufügen.

Auf den Anlagen sind Zuschauer stets willkommen

Er weiß auch, dass das Traditionsspiel seinen Ursprung bei den Schleifern hat und zunächst als Pausebeschäftigung diente. „Es ist auch die Bezeichnung Bergisches Boule gebräuchlich“, erklärt Posthum.

In der Sportart gibt es mehrere Vereine in der Stadt, die auch Meisterschaften austragen. Elke Steinhaus erinnert sich, dass sie schon einmal bei einem Wettbewerb zusah. Auch Norbert H. Posthum hat viele Erinnerungen an den Sport, da er nur unweit einer Pöhlchen-Schießanlage wohnte: „Ich habe früher am Unnersberg gewohnt. Dort gab es bereits in den 1960-er Jahren einen Pöhlchen–Schießverein. Gespielt wurde auf dem Gelände der Gaststätte Siefen, später Ellinger, meist sonntagsvormittags. Zuschauer waren stets willkommen. Die Kommunikation erfolgte auf Solinger Platt. Für mich waren die Spieler damals alte Herren. In Erinnerung habe ich auch die jährlichen Sommerfeste.“ Mittlerweile habe das Bergische Boule eine Renaissance erhalten, da auch die Damen spielen dürfen.

Bei Regina Mengel hingegen blieben beim Recherchieren zum historischen Foto noch ein paar offene Fragen: „Wieso ist es eine handtellergroße Metallscheibe, die man wirft? War die Metallscheibe ein abgenutztes Arbeitsmittel?“Das heutige Rätselbild

Erinnern Sie sich noch an dieses Ereignis? Welche Erinnerungen haben Sie daran? Senden Sie uns Ihre Antworten bis Donnerstag, 10. September, mit dem Vermerk „Historisches Foto“ an Solinger Tageblatt, Redaktion, Mummstraße 9, 42651 Solingen oder redaktion@solinger-tageblatt.de

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