ST vor Ort

Die Pläne für Burg schreiten voran

Die Wupperinsel in Unterburg soll umgestaltet werden. Foto: Christian Beier
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Die Wupperinsel in Unterburg soll umgestaltet werden.

Die Sanierung der Turnhalle soll 2021 beginnen – der Wettbewerb zur Umgestaltung der Wupperinsel startet schon bald.

Von Alexandra Dulinski

Burg. Jeder Burger wird sie kennen: die Suche nach dem Parkplatz. Gerade an Veranstaltungswochenenden kann das schon mal länger dauern. Das Integrierte Stadtteilentwicklungskonzept 2030 (ISEK), sieht einige Verbesserungen in Burg vor. Nachdem die Baustelle an der Eschbachstraße nun weitestgehend abgeschlossen ist, ist es an der Zeit, nach der Verwirklichung der weiteren Projekte zu fragen.

In Kürze werde der bestehende Parkplatz an der Hasencleverstraße in Unterburg hergerichtet, berichtet Stadtsprecherin Sabine Rische. Er war während der Baumaßnahme zum Teil als Baustelleneinrichtungsfläche genutzt worden. Seit September 2019 stehen an der Hasencleverstraße zudem insgesamt 34 neue Parkplätze zur Verfügung. „Jede Erweiterung ist ein Gewinn und eine Erleichterung“, sagt Bezirksbürgermeister Axel Birkenbeul (SPD). Nur lasse die Topographie Burgs nicht allzu viel zu.

Eine Erweiterung der Parkflächen am Tennisplatz an der Talsperrenstraße ist ebenfalls in Planung. Für weitere Parkflächenoptimierungen, etwa In der Planke und an der Bushaltestelle Burg Jugendherberge, sei es wichtig, zunächst zu sehen, wie sich die Parksituation nach den bereits durchgeführten Verbesserungen entwickelt. „Das ist vor dem Corona-Hintergrund zurzeit schwierig, da kaum Veranstaltungen stattfinden“, so Rische. Zudem sei die Umsetzung auch abhängig vom Konzept der Planung des Busverkehrs, das zurzeit erarbeitet wird.

Gerade die Wochenend- und Marktveranstaltungen in Burg führen zu Parkdruck, betont Paul Westeppe, Vorsitzender des CDU-Stadtbezirksverbandes Burg/Höhscheid. Das Geld für den Parkplatz an der Talsperrenstraße liege schon seit dem letzten Haushalt bereit. „Ich würde begrüßen, wenn das zeitnah umgesetzt wird“, sagt Westeppe.

Burg: Für die Wupperinsel werden Ideen gesammelt

Für die Neugestaltung der Wupperinsel ist ein Wettbewerb geplant. „Ziel ist es, dass sich die Aufenthaltsqualität auf der Wupperinsel verbessert, etwa durch Anlage eines Rastplatzes, eines Aussichtspunktes und dadurch, dass die Wupper sichtbar und erlebbar wird“, sagt Rische. Im September sollen dafür vor Ort verschiedene Zielgruppen nach Ideen befragt werden: Touristen, die den Parkplatz als Startpunkt für einen Besuch in Burg wählen und Menschen, die in Burg leben. Die Ergebnisse fließen in den Wettbewerb ein, der im vierten Quartal 2020 starten soll. Daran beteiligen können sich Freiraumplaner, Landschaftsplaner und Landschaftsarchitekten. Im zweiten Quartal 2021 wird ein Preisgericht über die eingereichten Vorschläge entscheiden. Im kommenden Jahr sollen dann Fördermittel beantragt werden. Sobald die Bewilligung vorliegt, können die Arbeiten beginnen – voraussichtlich im Herbst 2021.

Axel Birkenbeul begrüßt die Entwicklung. Spielgeräte und eine Fußgängerbrücke vom Parkplatz bis zur Seilbahn würden die Wupperinsel attraktiv machen. Paul Westeppe sieht den Zeitplan der Stadtverwaltung allerdings als „sehr anspruchsvoll“ an.

Auch bei der Turnhalle Burg tut sich einiges. „Die Halle ist für Burg unheimlich wichtig, denn sie ist zentraler Versammlungsort“, sagt Birkenbeul. Der Bewilligungsbescheid der Bezirksregierung liege vor, eine Förderung von 1 432 000 Euro wurde bewilligt, so Rische. Bei der Sanierung der Halle gehe es sowohl um energetische als auch um bauliche Verbesserungen, wie zum Beispiel die Erneuerung von Heizung und Lüftung, der elektrischen Anlagen sowie der Bau einer zeitgemäßen WC- und Duschanlage und die Schaffung von Küche und Speiseausgaberaum. Die Sanierung soll voraussichtlich im Frühjahr 2021 beginnen. „Wir legen Wert darauf, dass die Belange der Vereine berücksichtig werden“, erklärt Paul Westeppe.

Nahverkehr

Die CDU-Fraktion hat der Bezirksvertretung Burg/Höhscheid einen Antrag für ein Nahverkehrskonzept vorgelegt. Dabei sollen die Verlegung der Umsteigebeziehung der 683 nach und von Burg zum Graf-Wilhelm-Platz, sowie die Schaffung einer Verbindung nach und von Unterburg bis Oberburg/Höhrath bedacht werden. Eine Abend- und Nachtanbindung sowie ein Kombiticket für die Tourismuslinie unter Einschluss der Seilbahn und der Schwebefähre Müngsten werden von der CDU gewünscht.

Gastronomisch betrachtet hat sich diesen Sommer einiges in Burg verändert. Das traditionsreiche Café Voigt heißt nun „Zum Burgnarr“, das Café „Zum Rittersturz“ behält zwar seinen Namen, wurde aber erst vor Kurzem von neuen Inhabern übernommen.

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