Konzert

Pianistin beeindruckt im Kunstmuseum

Annika Treutler spielte in der Reihe Junge Pianisten Elite.

Von Klaus Günther

Solingen. Annika Treutler ist bereits in allen großen deutschen Konzerthäusern sowie international etwa in der Wigmore Hall in London, im Wiener Konzerthaus oder im Concertgebouw Amsterdam aufgetreten. Am Sonntag holte die junge Pianistin ihr Konzert nach, das ursprünglich 2021 oder im Januar dieses hätte stattfinden sollen und pandemiebedingt verschoben wurde. Gleichzeitig beendete sie damit die diesjährige Saison der Konzertreihe Junge Pianisten Elite im Kunstmuseum Solingen.

Annika Treutler hat bei ihren Auftritten häufig Romantik – wie Musik von Schumann oder Liszt – im Programm. Sie widmet sich dazu Werken von Komponisten, die im Hitler-Deutschland verfolgt wurden. Dazu gehört besonders der von den Nationalsozialisten ermordete Victor Ullmann. Der Österreicher war Schüler von Albert Schönberg. In seiner Musik entwickelte er eine besondere Sprache.

Annika Treutler stellte am Sonntag seine Klaviersonate Nr. Opus 26 vor, die sie nach der Interpretation auch noch aufschlussreich erläuterte. Sie hat eine Reihe von Klavierwerken Ullmanns eingespielt und wurde dafür mit dem Opus Klassik ausgezeichnet.

An den Anfang ihrer Interpretationen stellte die junge Künstlerin am Sonntag drei Klavierstücken von Franz Schubert. Der Komponist lebte stets in Geldnot und war von der Unterstützung seines Freundeskreises abhängig. Die Vielschichtigkeit seiner Persönlichkeit ist auch in seinen Werken zu erkennen. Die Künstlerin spielte seine Werke mit großer emotionaler Kraft und starkem Ausdruck. Schubert komponierte die kleinen Stücke kurz vor seinem Tode. Die Art, wie die Pianistin hier das „Allegro assai“, das „Allegretto und das „Allegro“ zu Kostbarkeiten gestaltete, war beeindruckend.

Die Händel-Variationen von Johannes Brahms Variationen gelten als Meisterwerke: Teile aus diesem Zyklus schenkt er Clara Schumann, in die er ja verliebt war. Treutler spielte das Werk mit enormer Spannung. Als Dank für ihren üppigen Beifall gab es für die zahlreich erschienenen Zuhörer als Zugabe ein Klavierwerk von Sibelius.

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