Konzert

Pianist fesselt mit überraschendem Solo

Denys Proshayev bot ein so außergewöhnliches wie brillantes Konzert. Foto: Michael Strahlen
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Denys Proshayev bot ein so außergewöhnliches wie brillantes Konzert.

Duo-Partnerin erlitt vor Konzert Kollaps.

Von Wolfgang Günther

Harald Rummler war es gelungen, das renommierte und viel gefragte Klavier-Duo Nadia Mokhtari und Denys Prosayev für ein Konzert in Solingen zu gewinnen. Aber leider hatte der Vorsitzende der Trenkner-Gesellschaft am Mittwochabend eine schlechte Nachricht für die gut 200 Besucher im Kleinen Konzertsaal: „Die Pianistin hat vor wenigen Stunden einen Kollaps erlitten, und kann nicht auftreten.“

Kurzerhand stellte Denys Proshayev ein Programm für einen Solo-Auftritt zusammen und die Virtuosität des Pianisten riss die Zuhörer buchstäblich von den Sitzen.

Applaus und Bravorufe im Kleinen Konzertsaal

Begonnen hatte der Abend aber mit einer Herausforderung an das Publikum. Denys Proshayev stellte mit den „Fünf Aphorismen“, zeitgenössische Musik des russisch-deutschen Komponisten Alfred Schnittke (1934-1998) vor. Da war der Übergang zur romantischen Musik von Frédéric Chopin durchaus willkommen, es erklang das „Nocturne op. 27“. Höhepunkt des Abends war Musik von Johann Sebastian Bach, bearbeitet von Johannes Brahms. Dieser war ein Bewunderer von Bach, der seine „Chaconne aus der Partita Nr. 2“ ursprünglich für Solo-Violine komponiert hatte, sie war ein Paradestück des Geigers Josef Joachim. Brahms war begeistert von dieser Musik, und bearbeitete sie für sich als Klavierwerk allein für die linke Hand. Eine gute Viertelstunde lang entfachte der preisgekrönte Pianist ein virtuoses Feuerwerk, das die Zuhörer für Sekunden sprachlos machte, bevor Applaus und Bravorufe erklangen.

Den zweiten Teil seines Konzerts widmete Denys Proshayev Musik des russischen Komponisten Peter Tschaikowski. Er war nicht nur durch seine großen Werke wie Ballettmusiken, Sinfonien und Opern bekannt, ebenso war er ein Meister der musikalischen Miniaturen. Denys Proshayev spielte am Ende einen großen Teil jener Miniaturen, die der Komponist unter dem Titel „Die Jahreszeiten“ zusammengefasst hatte. Der Wunsch nach einer Zugabe wurde schnell erfüllt, noch einmal erklang romantische Musik aus Russland. Es war der Abschluss dieses außergewöhnlichen Konzertabends.

Termin: Das Orchester Trenkner Akademie und der Cellist Stanislas Kim gestalten das Meisterkonzert am 20. März, 19 Uhr, im Kleinen Konzertsaal.

termine.solinger-tageblatt.de

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