Theater

Peter Millowitsch poltert als verkaufter Opa auf der Bühne

Peter Millowitsch (l.) sorgte als „Oppa“ am Samstagabend im Pina-Bausch-Saal des Theaters für gute Unterhaltung und viele Lacher. Foto: Moritz Alex
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Peter Millowitsch (l.) sorgte als „Oppa“ am Samstagabend im Pina-Bausch-Saal des Theaters für gute Unterhaltung und viele Lacher.

Bauernschwank sorgte für Lacher im Theater.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Mit dem deftigen Bauernschwank „Opa wird verkauft“ eröffnete das Theater und Konzerthaus am Samstagabend die neue Saison. In dem Stück wird kräftig in rheinischer, hessischer und bayerischer Mundart gepoltert. Immer wieder fliegen krachend Türen zu, wenn der nervensägende „Oppa“ (Peter Millowitsch) sich mit dem hinterhältigen Großbauern Schlösser (Claus Thull-Emden), dessen grantiger Frau Resi (Andrea Spatzek) oder der kessen Dienstmagd Katrin (Verena Westkamp) anlegt.

Für 1000 D-Mark lässt der gewiefte Großvater sich sogar vom eigenen Schwiegersohn (Piet Fuchs) an Schlösser verkaufen, um dessen erbschleichende Absichten zu unterwandern. Im absehbaren Happy End führt dies schließlich dazu, dass Schlössers Töchterchen Eva (Anna Röser) und Enkel Schorsch (Tobias Krebs) gegen zunächst heftigen Widerstand sich doch noch als Brautleute in die Arme fallen dürfen. Soweit die eher seichte Geschichte, die spürbar aus dem letzten Jahrhundert stammt, von Anfang an inhaltlich vorhersehbar ist und mit Kuhmuhen, Ziegengemecker und Hühnergegacker als Hintergrundgeräusche eine Heile-Welt-Fantasie bedient.

Darsteller glänzten mit Temperament und Spielfreude

Trotzdem waren es kurzweilige anderthalb Stunden, die das Ensemble in der Inszenierung von Rolf Berg dem Solinger Publikum bescherte. Temperamentvoll und mit viel Spiellust tauchten die Darsteller in ihre Rollen ein und bedienten nach Herzenslust die altbackenen Rollenklischees vergangener Zeiten.

„Opa wird verkauft“ aus der Feder von Franz Streicher ist eben ein klassischer Volksschwank, der auf Lacher und Unterhaltung setzt – und die gab es am Samstagabend im Pina-Bausch-Saal reichlich. Peter Millowitsch glänzte als „Oppa“, der seine Warmherzigkeit zunächst lange erfolgreich hinter Unausstehlichkeit verbirgt und seine Umgebung mit immer neuen Frechheiten piesackt. Claus Thull-Emden lieferte den breiten rheinischen Dialekt von Bauer Schlösser („Komm mal bei misch bei“) ebenso überzeugend wie dessen kleingeistige Raffgier. Und Andrea Spatzek war wunderbar geifernd als oberbayerischer Import mit blonder Zopf-Frisur und in der Kehle angriffslustig gerolltem „R“.

Die Zuschauer genossen ihren Theaterabend. Auch das Drumherum, in Vor-Corona-Zeiten so selbstverständlich, wurde zum bewussten Erlebnis. „Wie habe ich es vermisst“, war mehrfach beim Hineingehen zu hören.

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