Gastronom starb im Alter von 77 Jahren

Peter Fahnler war ein Koch mit Leib und Seele

Peter Fahnler war ein Koch mit Leib und Seele. Archivfoto: Christian Beier
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Peter Fahnler war ein Koch mit Leib und Seele.

Er war Kochkünstler, leidenschaftlicher Gastronom und glänzte mit seinem Fachwissen über Solingen hinaus: Peter Fahnler.

Von Manuel Böhnke

Solingen. Das Gründungsmitglied des Clubs der Köche Rhein-Wupper Solingen starb vergangene Woche Samstag im Alter von 77 Jahren.

Zur Welt kam Fahnler in Wien. 1961 zog er für die Kochlehre nach Bremen, ehe sein Weg ins Bergische führte. Hier machte er zunächst als Küchenchef des Theater-Restaurants von sich reden. Den meisten Solingern dürfte er jedoch als Inhaber des Parkrestaurants Engelsberger Hof und des Landhauses Schmalzgrube bekannt sein. Mit Ersterem trat er am 1. Mai 1972 in den Verband des nordrheinischen Gaststätten- und Hotelgewerbes ein. „Er war seitdem das Urgestein in der Solinger Gastronomie“, würdigt der Club der Köche Fahnler. Im Dezember 1984 eröffnete er das Landhaus Schmalzgrube, das er bis 1995 erfolgreich führte.

Über seine Betriebe hinaus war Peter Fahnler außerordentlich engagiert. 1969 wurde er in den Prüfungsausschuss der Industrie- und Handelskammer Wuppertal-Solingen-Remscheid (IHK) berufen. Ein Jahr später übernahm er deren Vorsitz. Zu vielen seiner zahlreichen Auszubildenden, berichtet der Club der Köche, hielt er bis zuletzt Kontakt. Darüber hinaus war Fahnler von 1979 bis 1994 stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes Solingen.

Seit er 1995 seinen Betrieb aufgab, war er Ehrenvorsitzender der Kreisgruppe. Nicht die einzige Auszeichnung für sein Wirken. Vom Club der Köche Deutschlands bekam er 2009 die goldene Verdienstnadel überreicht. Auch die IHK und der Hotel- und Gaststättenverband ehrten ihn mit einer goldenen Ehrennadel.

Solingen: Auch im Ruhestand bewies er sein umfangreiches Fachwissen

Dem Kochen blieb Peter Fahnler auch im Ruhestand verbunden. Bis zuletzt führte er die Geschicke des hiesigen Clubs der Köche mit. Außerdem rief er eine erfolgreiche Facebook-Gruppe zu traditioneller Küche ins Leben. Damit zeigte Fahnler zum einen seine Aufgeschlossenheit gegenüber neuen Medien. Zum anderen bewies er einem europaweiten Publikum abermals sein umfangreiches Fachwissen.

Das Tageblatt fragte Peter Fahnler vor einigen Jahren, worauf er am wenigsten verzichten könne. Die Antwort lautete nicht etwa Kochen. Stattdessen sagte er: „Auf meine Frau Christine.“ Von ihr habe er vor der Bremer Rolandstatue den ersten Kuss geschenkt bekommen. Seit 1968 war das Paar verheiratet.

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