Sanierungen

Perspektive für Sporthalle Sedanstraße fehlt

Die Sporthalle der Albert-Schweitzer-Schule an der Sedanstraße kann vorerst nicht neu gebaut werden.
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Die Sporthalle der Albert-Schweitzer-Schule an der Sedanstraße kann vorerst nicht neu gebaut werden.

Bezirksvertretung Wald diskutierte über die Folgen des abgespeckten Schulentwicklungsplans für den Stadtteil.

Von Anja Kriskofski

Solingen. Der geänderte Schulentwicklungsplan betrifft auch Schulen in Wald. So sollen zwar die Erika-Rothstein-Förderschule mit ihrem Standort Deller Straße und die Grundschule Weyer mit insgesamt 42 Millionen Euro ausgebaut werden. Andere wie die Albert-Schweitzer-Schule, die Friedrich-Albert-Lange-Schule und die Grundschulen gehen jedoch vorerst leer aus. In der Sitzung der Bezirksvertretung wurde deshalb neben Lob auch die Sorge um die Perspektiven der betroffenen Schulen laut.

Oliver Vogt, Leiter der Schulverwaltung, stellte vor, worum es geht. 393 Millionen Euro wolle die Stadt in den kommenden Jahren in neun Schulen investieren. Damit wird zwar mehr Geld ausgegeben als 2019 geplant, wegen der Baukostensteigerung können aber weniger Schulen ausgebaut werden. Der größte Anteil (181 Millionen Euro) entfällt dabei auf den Neubau des Schulzentrums Vogelsang, das in Gräfrath direkt an der Stadtteilgrenze zu Wald liegt.

„Knapp 400 Millionen Euro für die Schulen sind eine ganze Menge“, befand Ingo Schloßmacher, Sprecher der SPD-Bezirksfraktion, der von einem „großen Wurf“ sprach. Und Wald stelle sich mit dem geänderten Schulentwicklungsplan nicht schlecht, da die Grundschule Weyer, die Erika-Rothstein-Schule und das Schulzentrum Vogelsang gefördert würden. Mit Sorge sehe er jedoch die Entwicklung in der Sekundarstufe I (ab Jahrgangsstufe 5). Mit Bauprojekten wie Greeen an der Rembrandtstraße kämen hunderte neue Familien nach Wald. „Wo können denn die Walder Schüler in der Sekundarstufe I hin?“ Schulen wie die Albert-Schweitzer-Schule und die Fals sollten nicht vergessen werden und eine Perspektive aufgezeigt bekommen, mahnte er.

Kritik kam vom stellvertretenden Bezirksbürgermeister Michael Klaas (CDU). „Bei uns überwiegt die Sorge, dass Schulen, die es nötig hätten, unter die Räder kommen.“ So sollte die Albert-Schweitzer-Schule ursprünglich neben der Erweiterung des Gebäudes auch eine neue Sporthalle bekommen. Das ist vorerst vom Tisch. Der Belegungsplan für die Halle an der Sedanstraße zeige, dass diese intensiv belegt werde, auch von Vereinen, so Klaas. „Die Schule und die Vereine brauchen eine Perspektive.“

An Schloßmachers Adresse sagte er über den abgespeckten Schulentwicklungsplan: „Es besteht kein Anlass, das schönzureden und so zu tun, als wäre das ein großer Wurf.“ Eine Aussage, die der SPD-Mann wiederum nicht auf sich sitzen lassen wollte: Die CDU habe die Schulen über Jahrzehnte verkommen lassen und mache nun die 400 Millionen Euro schlecht. „Dafür haben wir kein Verständnis.“

Ab 2026 haben Eltern Anspruch auf einen Ganztagsplatz

Die Situation bei den Sporthallen sei angespannt, bestätigte Schulverwaltungsleiter Vogt. „Wir bekommen die Schulen teils nicht unter.“ Neu gebaut werde die Sporthalle Krahenhöhe, die Halle Schwertstraße werde saniert. „Andere sind derzeit nicht drin.“ Der Kämmerer versuche jedoch im Gespräch mit der Bezirksregierung Düsseldorf, weitere Maßnahmen noch hineinzukriegen. Ob das gelinge, sei jedoch offen. „Eine Zeitplanung ist derzeit nicht realistisch.“

Ein Grund für die geänderte Schulentwicklungsplanung ist die offene Ganztagsbetreuung an den Grundschulen. Ab 2026 haben Eltern einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für ihr Kind. „Ist eine Auslastung von 100 Prozent realistisch?“, wollte CDU-Bezirksfraktionssprecher Martin Hartmann wissen. Derzeit liege die Auslastung bei 50 bis 60 Prozent, erläuterte Jeanette Berger von der Schulverwaltung. „Wir gehen davon aus, dass die Auslastung weiter steigen wird, auch wenn das an den verschiedenen Standorten sicher unterschiedlich ist.“ Bereits jetzt stünden viele Kinder auf einer Warteliste für einen Ganztagsplatz. „Ohne dass es einen Rechtsanspruch gibt.“

Aus der Bezirksvertretung

Freie Budgetmittel: Die übrig gebliebenen 500 Euro aus den freien Budgetmitteln gehen an die Stadtteilbücherei in der Friedrich-Albert-Lange-Schule.

Verkaufsoffener Sonntag: Die Bezirksvertretung hat dem verkaufsoffenen Sonntag am 10. Dezember 2023 zum Walder Weihnachtsdorf zugestimmt.

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