Ohligser Heide und Ittertal

Freibäder bereiten sich auf eine Öffnung im Mai vor

Das Becken schrubben, defekte Pumpen austauschen und noch viel mehr: Auch in diesem Jahr gibt es im Ittertal für Dominik Blum (l.), technische Fachkraft, und Thomas Czekay, technischer Leiter, einiges vor dem Saisonstart zu erledigen. Foto: Christian Beier
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Das Becken schrubben, defekte Pumpen austauschen und noch viel mehr: Auch in diesem Jahr gibt es im Ittertal für Dominik Blum (l.), technische Fachkraft, und Thomas Czekay, technischer Leiter, einiges vor dem Saisonstart zu erledigen.

Betreiber der Anlagen in der Ohligser Heide und im Ittertal hoffen, dass sinkende Infektionszahlen einen Betrieb möglich machen

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Der Wintereinbruch vergangene Woche hat die Pläne zur Öffnung der Solinger Freibäder nur kurz touchiert. „Wir sind kräftig in den Vorbereitungen mit Reinigung und technischen Kontrollen“, sagt Kirsten Olsen-Buchkremer als Geschäftsführerin der Solinger Bädergesellschaft für das Heidebad in Ohligs. „Die zwei Schneetage haben wir für Innenarbeiten genutzt“.

Mit viel Optimismus peilt die Bädergesellschaft eine Öffnung zu Pfingsten an, sagt sie. „Damit wären wir dann früher als in den vergangenen Jahren“, sagt Olsen-Buchkremer. Zuletzt startete die Saison immer erst am 1. Juni. Aber da niemand derzeit die Entwicklung der Corona-Infektionslage vorhersage könne, bleiben hinter diesem Datum einstweilen dicke Fragezeichen, betont sie. „Nach jetzt geltender Schutzverordnung dürften wir nicht für Publikum aufmachen“, sagt die Geschäftsführerin, die auf sinkende Erkrankungszahlen hofft und damit auf die Chance „zumindest so zu öffnen, wie das im letzten Sommer war“. 500 Gäste pro Tag waren nach vorheriger Online-Ticket-Bestellung erlaubt gewesen.

Öffnungszeitpunkt ist in diesem Jahr noch fraglich

Ein Konzept, das nach kurzer Gewöhnungsphase tadellos lief. Auch der Kiosk hatte geöffnet – man durfte seinen dort gekauften Snack oder das Getränk dann nur konsequent ausschließlich am eigenen Liegeplatz verzehren, Tische oder Stühle waren nicht aufgestellt. Sie sei zuversichtlich, dass in diesem Jahr im Heidebad Badebetrieb sein dürfe. „Aber ab wann, steht derzeit eben noch ein bisschen in den Sternen.“

Ähnlich äußert sich auch Thomas Czekay, technischer Leiter im Ittertal. Mit „Mann und Maus“ seien sie aktuell in den Saison-Vorbereitungsarbeiten: Boden und Wände des Beckens von Algen und Herbstlaubresten befreien, Reparaturen wie defekte Pumpen ausführen, Gehwege instand setzen, die Grünanlage auf Frühlings-Vordermann bringen. „Wir haben uns den 13. Mai, den Himmelfahrts- Feiertag als Eröffnungstermin gesetzt“, sagt er. „Aber ob die Infektionslage das dann hergibt beziehungsweise ob die Verordnungen uns eine Öffnung erlauben, ist mehr als fraglich.“

Nach jetzt geltender Schutzverordnung dürften wir nicht für Publikum aufmachen.

Kirsten Olsen-Buchkremer, Geschäftsführerin der Bädergesellschaft, über das Bad in der Ohligser Heide

Wirtschaftlich betrachtet wäre ein baldiger Saisonstart dringend erforderlich, denn auch die Eislaufzeit im Winter ist weggefallen. Dass es Initiativen und Spendenkampagnen gibt, um der Freizeitanlage unter die Arme zu greifen, findet er „klasse“. „Die Menschen können und sollen gerade nicht nach Mallorca in den Urlaub fliegen und viele haben nicht mal einen Garten. Für die ist das Ittertal mit seinen Spiel- und Schwimm-Angeboten ganz wichtig.“

„Toll wäre, wenn wir unter den Bedingungen aufmachen könnten, die im letzten Jahr galten“, sagt Thomas Czekay. „Das würde bedeuten, ein zahlenmäßig kontrollierter Ein- und Auslass und maximal 750 Personen täglich.“ Im Ittertal hatte man sich gegen eine Onlineticket-Lösung entschieden, und war mit dem Konzept gut gefahren. Man müsse jetzt aber erst mal die politischen Vorgaben abwarten. „Vielleicht braucht es ja auch hier dann einen tagesaktuellen negativen Schnelltest“, überlegt er.

Unterhalt und Wartung kosten weiterhin viel Geld

Erst einmal aber wird eifrig gespritzt, geschrubbt, gemäht, geschnitten und gebohrt. Als letzter Vorbereitungsschritt erfolgt dann das Fluten der Becken mit rund 25 Millionen Liter Wasser, die rund 14 Tage dauert und die anschließende Wasseraufbereitung, um die erforderliche Qualität zu erreichen. „Sind die Becken erstmal voll, beginnen die regelmäßigen Kontrollen, unter anderem auch die Umwälzung“, sagt Dominik Blum, technische Fachkraft, im Freibad Ittertal. „Und das alles frisst natürlich Geld, egal ob hier Besucher sind oder nicht.“

Spendenaktion: Kötergedöns sammelt fürs Ittertal

Von Sarah Dietel

Solingen/Haan. Finanziell steht es nicht so gut um das Freibad Ittertal. Nicht nur musste es coronabedingt auf die Eislaufsaison verzichten, es stehen auch einige Renovierungen an. Damit die nicht an die Belastungsgrenze des Vereins stoßen, will unter anderem der Tierschutzverein Kötergedöns aus Haan helfen. Er ruft zu einer Spendenaktion für das Freibad auf. Der Verein hatte in dem Bad ab September alljährlich die Möglichkeit zum Hundeschwimmen geboten.

„Auch, aber längst nicht nur wegen des beliebten Hundeschwimmens setzen wir uns für den Erhalt des Freibads ein“, sagt Vereinsvorsitzende Katja Seidel. „Es liegt uns sehr am Herzen. Viele Menschen profitieren von dem Bad.“ Und wenn einem etwas am Herzen liegt, finden Seidel und ihre Mitstreiter, dann sollte man sich dafür einsetzen. „Dadurch, dass die Eislaufsaison nicht stattfinden konnte, ist ein großes Loch in der Kasse entstanden. Und dabei sind dringende Reparaturarbeiten notwendig, es besteht ein Renovierungsstau im ganzen Bad.“ So müsse der Kinderspielplatz erneuert werden, damit Kinder sicher spielen können, des Weiteren war ein Matschspielplatz geplant.

Die Spendenaktion des Haaner Vereins läuft noch bis zum 12. Mai. Weitere Informationen dazu gibt es im Internet: www.facebook.com/koetergedoens.

Die Corona-Saison

Das Ittertal zeigte sich zufrieden mit der vergangenen Saison: 17 000 Gäste kamen, mit 12 000 hatten sie gerechnet. 2019 kamen noch rund 30 000 Gäste. 14 000 zog es 2020 ins Heidebad. Dorthin kamen in Spitzenjahren bis zu 47 000 Besucher.

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