Ehrentag

„Oma Lissi“ blickt voller Stolz auf ihren Familienbaum

Beim Familienbrunch zu ihrem Ehrentag hatte Elisabeth Schmidt jede Menge Besuch – und entsprechend große Freude. Foto: Tim Oelbermann
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Beim Familienbrunch zu ihrem Ehrentag hatte Elisabeth Schmidt jede Menge Besuch – und entsprechend große Freude.

Große Familienfeier zum 100. Geburtstag – Elisabeth Schmidt lebt noch in den eigenen vier Wänden.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Stolz und glücklich über ihre große Familie zeigt Elisabeth Schmidt das für sie wohl schönste Geschenk zu ihrem 100. Geburtstag: ein „Familienbaum“ mit Fotos all ihrer Kinder, Enkel und Urenkel. Er steht in Sichtweite auf ihrer Fensterbank und erinnert an die große Feier, die ihre Familie am vergangenen Wochenende für „Oma Lissi“ organisiert hatte. „Ein Frühstücksbrunch in einer Lokalität in Oberburg, zu der auch Bürgermeister Thilo Schnor gekommen ist“, schwärmt ihre Tochter Helga Schütz, die – mit ihrer Schwester, die ebenfalls im gemeinsamen Mehrfamilienhaus lebt – für ihre Mutter sorgt.

„Die Familie hat sich wirklich sehr ins Zeug gelegt, unserer Oma Lissi den Tag schön zu machen. Mitte der 90er Jahre ergab sich für uns die Wohn-Möglichkeit in einem Dreifamilienhaus, in dem jeder die Tür hinter sich zu machen kann. Da haben wir Mutti hier eine Wohnung eingerichtet. Sie ist autark, und dennoch ist jederzeit jemand für sie da.“

In einer Seidenweberei lernte sie ihren späteren Ehemann kennen

Elisabeth Schmidt kam im Zweiten  Weltkrieg aus ihrer Heimat Duisburg in die Klingenstadt. „Ein Arbeitseinsatz“, sagt Helga Schütz, die beim Interview dabei ist, weil ihre Mutter schlecht hört, so rüstig sie auch sonst ist. Mit einem Rollator bewegt sich die zierliche Seniorin noch recht sicher in ihren Räumen. Der Einsatzort im Krieg für „Oma Lissi“ war eine Seidenweberei. Dort lernte sie ihren späteren Ehemann kennen, einen Witwer mit zwei kleinen Kindern.

„Sie war schon Mutter bevor wir – mein Bruder, meine Schwester und ich – zur Welt kamen“, erzählt Helga Schütz. „Zunächst war sie jahrelang ganz Familienfrau bevor sie, als die Kinder größer wurden, als Verkäuferin arbeitete.“

Schon seit 1968 ist Elisabeth Schmidt verwitwet und leider leben auch ihre „angeheirateten“ Kinder nicht mehr. „Die waren ein gutes Stück älter als wir“, erläutert Helga Schütz, selbst 75 Jahre alt.

Der Kontakt zu den Enkeln und inzwischen Urenkeln dieses Familienzweiges sei aber nie abgerissen. „Im Gegenteil“, erzählt Helga Schütz. „Meine Mutter ist jahrelang ganze Sommer in die Schweiz gefahren, wo es diesen verwandtschaftlichen Teil hin verschlagen hatte. Da gab es ein Restaurant. Während der Hochsaison von April bis September hat meine Mutter immer die Kinder betreut, weil deren Eltern wenig Zeit hatten.“

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