Historische Rundfahrt

Oldtimer-Bus fährt nach Corona-Pause wieder

Horst Rosenstock (von links), Bernhard Blocksiepen und Dietmar Vogt freuten sich, bei der historischen O-Bus-Fahrt wieder Gäste begrüßen zu dürfen. Foto: Christian Beier
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Horst Rosenstock (von links), Bernhard Blocksiepen und Dietmar Vogt freuten sich, bei der historischen O-Bus-Fahrt wieder Gäste begrüßen zu dürfen.

Die Fahrgäste lernten viel über die Fahrzeuge sowie über geschichtsträchtige Orte im Solinger Stadtgebiet.

Von Anna Lauterjung

Solingen. Als der alte Oberleitungsbus 42 der Firma Man/Gräf & Stift und der Dieselbus 151 von Mercedes-Benz aus den 1980er Jahren um die Ecke am Hauptbahnhof fahren, fühlen sich die wartenden Passagiere wie in die Vergangenheit zurückversetzt. Nach dem Halten steigen die Oberleitungsfans voller Erwartung in einen der Busse des Oldtimerkorsos ein und dann heißt es auch schon „Bitte Durchrücken” auf der ersten Tour quer durch die Klingenstadt, die durch die IG Stadtführungen und dem Verein O-Bus Museum Solingen begleitet wurde.

Los geht’s vom Hauptbahnhof auf der Route der ehemaligen Straßenbahn an der Firma Kronprinz vorbei Richtung Wald Kirche, dem ersten Stopp. Stadtführer Horst Rosenstock weist im Vorbeifahren auf die verschiedenen Stadtvillen aus dem 19. Jahrhundert und die dazugehörigen Fabriken hin, die das Gesicht der Strecke prägen. Auf dem Weg Richtung Graf-Wilhelm-Platz gibt es immer wieder Geschichten über die reiche Industriegeschichte Solingens und Hinweise auf interessante Punkte wie das Geburtshaus von Pina Bausch. Natürlich gibt es auch Informationen über den Oldtimerbus von einem Fachmann des O-Bus Museums Solingens.

Eigentlich hätte ein anderer Bus die Strecke heute übernehmen sollen, erklärt er. Doch das Modell 59 habe Bauchschmerzen gehabt. Das Modell 42 ist aber auch ein besonderer Wagen, obwohl die Nutzung im Solinger Straßenverkehr noch keine 20 Jahre her ist. Modell 42 hat während seiner beruflichen Karriere selten Fahrgäste transportiert, sondern war ein Versuchswagen, um den Elektromotor zu testen.

Auch die restliche Fahrt von Höhscheid nach Ohligs spickt Horst Rosenstock mit Anekdoten und Blicke in die Geschichte Solingens. Angekommen am Hauptbahnhof gibt es dann Applaus für Rosenstock und seinen Kollegen Dietmar Vogt im Dieselbus und eine Spende an das O-Bus Museum für die Erhaltung der Fahrzeuge.

Hygiene-Maßnahmen sollen die Fahrgäste schützen

Die Tour am Sonntagvormittag ist die erste Rundfahrt der Stadtführer der IG Stadtführungen und des Vereins O-Bus Museum Solingen, die seit dem Ausbruch von Covid-19 stattfinden durfte. Hier sind die Auswirkungen der Pandemie nicht zu übersehen: Die Ein- und Ausgänge sind klar ausgewiesen. Ein Spender mit Desinfektionsmittel steht in der Mitte des Busses und der Fahrer und Stadtführer sind von den restlichen Fahrgästen abgeschirmt. Auch sie halten den Sicherheitsabstand von 1,5 Metern untereinander ein und tragen während der ganzen Fahrt einen Mund-Nasen-Schutz.

Vorletztes Wochenende startete Friedhelm Funk mit der ersten Tour unter anderen Bedingungen durch Merscheid. Sie würden gerade mit Anmeldungen arbeiten müssen, da bei einer Führung nur zehn Personen anwesend sein dürfen, erklärt Dietmar Vogt. Auch bestände bei allen eine Maskenpflicht. Vogt: „Wir tasten uns ran.“

Der Verein des O-Bus-Museums hat den historischen Dieselbus 151 letztes Jahr in sein Programm aufgenommen. Nun erweitert das Fahrzeug mit dem Kennzeichen SG-OM 151H Angebot des Museums.

Wupper Tells

Auch Wupper Tells bietet wieder Touren an. Die nächste Führung zu den “zauberhaften Fledermäusen” findet am Samstag, 29. August, statt. Anmeldung erforderlich. wuppertell.bsmw.de

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