Politiker denken über Erreichbarkeit nach

Das Ohligser Zentrum richtet sich neu aus

Auf dem Ohligser Markt gibt es etwa 20 Parkplätze für Besucher und Kunden des Stadtteilzentrums. Jetzt steht ein Vorschlag im Raum, diese bei einer Umgestaltung von dem Platz zu verbannen. Foto: Christian Beier
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Auf dem Ohligser Markt gibt es etwa 20 Parkplätze für Besucher und Kunden des Stadtteilzentrums. Jetzt steht ein Vorschlag im Raum, diese bei einer Umgestaltung von dem Platz zu verbannen.

Politik diskutiert über die Erreichbarkeit für Kunden. Neues Gesicht für Markt und Fußgängerzone.

Von Andreas Tews

Bei den anstehenden Veränderungen am Ohligser Markts und an der Fußgängerzone des Stadtteils stehe man noch ganz am Anfang, sagte Bezirksbürgermeister Marc Westkämper (CDU) in der Bezirksvertretung Ohligs / Aufderhöhe / Merscheid. Die Pläne für das frühere Olbo-Areal und für die neue Filiale der Stadt-Sparkasse dürften einen großen Einfluss auf die Umgebung haben. In der Bezirksvertretung machten sich die Politiker des Stadtteils Gedanken darüber, wie der Stadtteil künftig für Kunden zu erreichen sein soll.

Vor allem ging es dabei um Parkplätze und Beschilderungen. Ein weitreichender Vorschlag kam aus den Reihen der Ohligser Jongens: Wenn der Markt ein neues Gesicht erhalte, sollte man die Parkplätze von dort verbannen.

Stadtverwaltung erhält einen umfangreichen Prüfauftrag

Die CDU-Fraktion hatte beantragt, der Stadtverwaltung einen Arbeitsauftrag für ein Konzept zu erteilen. Der soll Vorschläge für ein Parkleitsystem für den Stadtteil und zusätzliche Parkplätze für Autos und Fahrräder umfassen. Mit den Parkhausbetreibern solle darüber hinaus verhandelt werden, ob sie ihre Öffnungszeiten abends ausweiten könnten. Ins Gespräch brachte die CDU eine 24-Stunden-Öffnung zumindest für die Ausfahrt aus den Parkhäusern. Außerdem solle die Verwaltung über den Sachstand bei der Einrichtung neuer Anwohnerparkzonen berichten. Um den Markt zu beleben, schlugen die Christdemokraten vor, an den Ortseingangsstraßen Schilder aufzustellen, die auf die Markttage und ihre Öffnungszeiten hinweisen.

Zusätzliche Parkplätze halten auch die Protagonisten der Ohligser Jongens – eine Vereinigung von Ohligsern, die den Stadtteil voranbringen wollen – für angebracht. Wenn der Markt attraktiv gestaltet werden solle, seien Stellplätze dort aber nicht mehr angebracht, erklärte Michael Vermöhlen gegenüber den Stadtteilpolitikern. Auch er sprach sich für ein Parkleitsystem aus.

Bei der Erreichbarkeit des Stadtteilkerns sollte die Stadt den Problemen des Einzelhandels Rechnung tragen, erklärte CDU-Sprecher Robert Lipphardt. Vor allem zu den Parkplätzen solle die Verwaltung ein schlüssiges Konzept erarbeiten.

Juliane Hilbricht (Grüne) warf ein, dass man dabei die Verwaltung „nicht alleine denken lassen“ sollte. Sie sollte ihre Vorschläge zusammen mit den Ohligser Händlern und Vereinen erarbeiten. Sie bezweifelte, ob Hinweisschilder an den Straßen dem Markt neue Kunden brächten. Ihr Fraktionskollege Thilo Schnor mahnte zudem ein Fußgängerleitsystem an. Zum Beispiel gebe es am Hauptbahnhof keine entsprechende Beschilderung. Auch die vor drei Jahren beschlossene Öffnung von Einbahnstraßen für Radfahrer sei nicht umgesetzt worden.

Der stellvertretende Bezirksbürgermeister Axel Schultz (SPD) äußerte die Erwartung, dass eine Öffnung des früheren Globus-Parkhauses eine Belebung für den Markt brächte. Als „zweischneidig“ bewertete Wolfgang Schmitz (Bürgergemeinschaft für Solingen, BfS) das Thema Anwohnerparkplätze. Je mehr davon eingerichtet würden, desto schwieriger werde es für den Handel. Nicht zuletzt darum regte Vermöhlen für bestimmte Straßen eine Kombination aus Anwohner- und Kurzzeit-Parkplätzen an. Westkämper betonte, dass mit dem jetzt erteilten Arbeitsauftrag an die Verwaltung noch keine konkreten Beschlüsse verbunden seien. Es gehe darum, mögliche Handlungsweisen zu prüfen.

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