Interesse wecken

Oberstufenschüler lernen Werkstoffe kennen

Niklas Disch, wissenschaftlicher Mitarbeiter, zeigt den Schülern erhitztes Metall, nachdem es abgekühlt ist.
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Niklas Disch, wissenschaftlicher Mitarbeiter, zeigt den Schülern erhitztes Metall, nachdem es abgekühlt ist.

MINT-Woche: Bergische Uni lädt zu Rallye ein.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Um auf über 800 Grad erhitzten Stahl so abzukühlen, dass er eine möglichst große Härte bekommt, ist es besser, ihn in Wasser zu tauchen, statt ihn langsam an der Luft abkühlen zu lassen. Diese schlichte und dennoch beeindruckende Demonstration von Niklas Disch, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Neue Fertigungstechnologien und Werkstoffe der Bergischen Universität, sorgte für staunende Gesichter: Im Forum Produktdesign ging es bei einer Rallye für Oberstufenschüler darum, verschiedene Werkstoffe näher kennenzulernen.

Und darüber hinaus darum, aktuelle Untersuchungsmethoden und ihre Tauglichkeit für industrielle Prozesse zu ergründen. 25 Q1-Schüler und -Schülerinnen aus Chemiekursen der Gymnasien Schwertstraße und Vogelsang arbeiteten sich am Montagmorgen in kleinen Gruppen in fachkundiger Begleitung durch verschieden Labors und Projekträume, um Werkstoffe unter verschiedenen Aspekten zu prüfen, darunter auch Stahl. Die praktisch gezeigte Wärmebehandlung war ein Teil davon, anderes trug die Überschriften „Zugprüfung“, „Härteprüfung“ „Lichtmikroskopie“ oder„ „Rastermikroskopie“.

Er sei sehr froh, mit diesem niederschwelligen Angebot interessierten Schülerinnen und Schülern konkrete Einblicke in die Forschungsarbeit geben zu können, hatte Prof. Arne Röttger, Chef des Lehrstuhls für Fertigungstechnologien und Werkstoffe an der Fakultät Maschinenbau und Sicherheitstechnik, zuvor in seiner Einführung betont.

Vorurteile abbauen und Spaß an den Fächern wecken

In Zeiten mangelnden Nachwuchses in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) bemühe man sich vonseiten der Hochschule sehr, wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern. Die Zusammenarbeit mit Schulen sei der richtige Weg, um möglicherweise vorhandene Vorurteile bei den Schülerinnen und Schülern abzubauen und Motivation und Spaß an solchen Fächern zu wecken.

Erfreulich sei auch die Zusammenarbeit seines Lehrstuhls mit der regional ansässigen und der überregionalen Industrie. „Aus dieser Kooperation sind im vergangenen Jahr drei anwendungsnahe Forschungsvorhaben hervorgegangen“, erklärte Röttger.

Das Echo der Schüler auf die Rallye war vielfarbig. Während sich einige mehr Zeit und damit mehr Tiefgang bei den einzelnen Bereichen gewünscht hätten, waren andere sehr zufrieden.

„Ich konnte mir unter der Bezeichnung Produktentwicklung nicht viel vorstellen, jetzt aber schon“, sagte am Ende eine  Schülerin, die namentlich nicht genannt werden wollte.

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