Politik

Nur die Grünen haben Wählerstimmen hinzugewonnen

Ausschüsse bestätigen Ergebnis: Nach der städtischen Analyse zur Landtagswahl haben fast alle Parteien Wähler verloren

Von Andreas Tews

Die niedrige Wahlbeteiligung führte bei der Landtagswahl am Sonntag dazu, dass fast alle Parteien gegenüber der Wahl von 2017 an Stimmen verloren haben. Einzig die Grünen legten in Solingen zu. Sie konnten ihre Stimmenzahl um 5880 auf 10 258 mehr als verdoppeln. Viele der neuen Grünen-Wähler (2190) hatten vor fünf Jahren noch bei der FDP ihr Kreuzchen gemacht.

Dies geht aus der gestern veröffentlichten Wahlanalyse der städtischen Statistikstelle hervor. Dabei handelt es sich um Schätzungen. Die Statistiker haben dafür die Stimmbezirks- und Briefwahlergebnisse der Wahlen von 2017 und 2022 verglichen. Nach dem Endergebnis, das die Kreiswahlausschüsse in Solingen und Wuppertal inzwischen bestätigt haben, lag die Wahlbeteiligung in der Klingenstadt mit 51,2 Prozent um 11,3 Punkte niedriger als 2017.

Dabei legte die CDU beim Stimmenanteil zwar um 3,1 Punkte auf 34 Prozent zu. Wegen der geringen Beteiligung verlor aber auch sie 2450 Wähler und erreichte 19 125 Stimmen. 3400 CDU-Wähler von 2017 blieben dieses Mal der Wahl fern. 1230 verlor die CDU an die Grünen, 70 an die SPD und 10 an Kleinparteien. Von der FDP gewann sie 1580, der AfD 390 und von der Linken 320 Stimmen.

Die Grünen (18,3 Prozent) gewannen nicht nur von der FDP, der CDU, der SPD (570) und den Nichtwählern (1100) hinzu, sondern auch von der Linkspartei (430), der AfD (330) und den Sonstigen (30).

Die Wählerschaft der SPD (27,3 Prozent) schrumpfte um etwas mehr als ein Viertel (5460) auf 15 312. Mehr als ein Drittel der SPD-Wähler von 2017 (7200) ging nicht wieder zur Wahl. Auch an die Grünen verlor die SPD. Leicht gewonnen hat sie von der FDP (840), der AfD (710), der Linken (550) und Sonstigen (140).

Ein großer Verlierer war die FDP (6,2 Prozent). Sie verlor gegenüber 2017 fast zwei Drittel (6210) ihrer ehemals 9696 Wähler. Die meisten wandten sich den Grünen und der CDU zu, oder sie gingen nicht mehr zur Wahl (1660).

Die AfD (minus 2490) verlor vor allem an die Nichtwähler (1100) und die SPD und landete bei 3121 Stimmen. Die Linke verlor 70 Prozent ihrer ehemals 3900 Wähler – vor allem an Nichtwähler und SPD.

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