14 einstündige Fahrten

Nikolausfahrten: So viele Kinder wie noch nie dabei

Jürgen Tschöp hat 30 Jahre lang den Nikolaus gespielt. Ab nächstem Jahr wird Dustin Adams übernehmen.
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Jürgen Tschöp hat 30 Jahre lang den Nikolaus gespielt. Ab nächstem Jahr wird Dustin Adams übernehmen.

Viele Familien fuhren am am Wochenende mit dem historischen O-Bus - zusammen mit dem Nikolaus. Die Hauptrolle wird nächstes Jahr weitergegeben.

Von Karl-Rainer Broch

Solingen. Die traditionelle Nikolausfahrt mit einem historischen O-Bus erlebte am Wochenende ihre elfte Auflage. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des O-Bus-Museums ziehen eine positive Bilanz. Franz-Josef Grantl, Organisator und Moderator im Bus, sagte: „Wir haben 500 Nikolaus-Fahrscheine verkauft.“ Und seine Frau Uschi ergänzte: „Darunter 200 Kinder, so viele wie noch nie.“

Insgesamt 14 einstündige Touren absolvierte Fahrer Daniel Frydrycy am Samstag und Sonntag, unterstützt von Helfer Jonas Dümpe. Ziel der Fahrt im weihnachtlich geschmückten O-Bus 42, Baujahr 1986, war das O-Bus-Museum auf dem Betriebshof der Verkehrsbetriebe an der Weidenstraße. Nachdem die ersten Kinder den Nikolaus entdeckt hatten, stürmten sie zur Bescherung in die ebenfalls festlich geschmückte Wagenhalle.

Die Samstags-Tour um 14 Uhr war, wie alle Fahrten, voll besetzt. Nach dem obligatorischen Frage- und Antwortspiel zwischen Nikolaus Jürgen Tschöp und den kleinen Gästen stellte dieser fest: „Heute sind nur brave Kinder da, und alle erhalten jetzt eine Tüte mit vielen Süßigkeiten.“ Der fünfjährige Philipp hatte das Glück, auf dem Schoß des Nikolaus Platz nehmen zu dürfen: „In der Tüte war der große Schokoladen-Nikolaus für mich das schönste Geschenk.“

Nikolausfahrt: Nikolaus geht in Rente

Das O-Bus-Museum war mit Strohballen dekoriert, die als Kindersitze dienten. Eltern und Verwandte fotografierten und filmten ausgiebig. Am Schluss versammelten sich die Kinder für ein Erinnerungsfoto mit dem Nikolaus vor dem historischen O-Bus. Für die Erwachsenen gab es während der Bescherung Kaffee, gebrannte Mandeln, Kokosmakronen und Schokocrossies. Die kamen von Uschi Grantl: „Ich backe gerne, und es macht mir Spaß, da das Gebäck auch zur Tradition im O-Bus-Museum gehört.“

Jürgen Tschöp war etwas traurig: „Mit inzwischen 77 Jahren ist es Zeit, aufzuhören. Ich habe seit 30 Jahren den Nikolaus gespielt. Für mich ist es wie Weihnachten, wenn sich die Kinder freuen.“ Sein Nachfolger steht schon bereit. Dustin Adams probierte am Wochenende seine Rolle im Wechsel mit Jürgen Tschöp mit Erfolg: „Nächstes Jahr mache ich es dann alleine.“

Kurz vor 15 Uhr setzte sich der O-Bus wieder in Bewegung und fuhr über Weyersberg und Friedrichstraße zum Busbahnhof am Graf-Wilhelm-Platz, um dort die nächsten Kinder aufzunehmen. Die traditionelle Tour hatte nur im ersten Corona-Jahr ausfallen müssen, 2021 fand sie mit Sicherheitsauflagen statt. Auch diesmal galt, wie überall im Nahverkehr, Maskenpflicht.

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