Bergische Kunstausstellung

Nicht jedes Werk erschließt sich sofort

Museumspädagogin Anna Matzek führte die Besucher durch die Ausstellung.
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Museumspädagogin Anna Matzek führte die Besucher durch die Ausstellung.

Erfolgreicher Start der Bergischen Kunstausstellung.

Von Wolfgang Günther

Solingen. Die 76. Internationale Bergische Kunstausstellung ist am Samstag eröffnet worden. Am Sonntag bekamen Inhaber der ST-Karte und Besitzer einer Solinger Sparkassen-Card eine Eintrittskarte zum halben Preis. „Das Angebot wird gut genutzt, das Interesse ist groß“, sagte Helga Deus-Rudolph. Sie sitzt an der Kasse des Kunstmuseums und betreut ebenso ehrenamtlich den Shop des Museums.

Zur ersten Führung am Sonntagmorgen kam dann auch ein gutes Dutzend interessierter Kunstfreunde zum Rundgang mit Anna Matzek, die als Museumspädagogin im Solinger Kunstmuseum arbeitet. Sie hatte sich in Gesprächen mit den 14 ausstellenden Künstlerinnen und Künstlern eingehend über ihre Werke informiert; nicht jedes Kunstwerk erschließt sich auf den ersten Blick.

Das Wochenende war auch der Start des Wettbewerbs um die drei Publikumspreise, die von der Stadt-Sparkasse Solingen mit insgesamt 3000 Euro dotiert sind. So machten sich die Besucher mit ihrer Stimmkarte auf den Weg durch die Ausstellung, in der – mit einer Ausnahme – nur Objekte und Installationen zu sehen sind. Witzig ist im ersten Saal eine Videoinstallation, bei er auf mehreren Bildschirmen nur Störungen zu sehen sind, aber das alte Testbild regelmäßig stehen bleibt. Zu sehen sind Arbeiten junger Künstler, die meist noch im Studium sind.

Besucher sollen selbst zum Kunstwerk werden

Mit 21 Jahren ist Pauline Simon die jüngste Teilnehmerin. Anna Matzek musste die Besucher auf ihr Kunstwerk aufmerksam machen, sonst wäre es fast unbemerkt geblieben. Vor einer weißen Wand heben sich feine Strukturen eines weißen Lattenzauns ab. Bei dem von Enya Burger installierten Zeichenroboter hatte sich leider schon der Stift abgenutzt. Natürlich stellte Anna Matzek die Werke der beiden Preisträger des von einer Jury der Nationalbank AG ausgelobten Preises in den Vordergrund.

Jonas Hohnke und Filiz Özcelik erhielten jeweils 5000 Euro. Die sich immer wieder aufblasende Hüpfburg des jungen Künstlers im Untergeschoss kann sogar von jeweils zwei Personen benutzt werden, sie sollen dabei selbst zum Kunstwerk werden.

Ganz anders sind die Werke der Preisträgerin: Filiz Özcelik sammelt unterschiedliche Materialien aus der Industrie und der Natur und gestaltet sie in ihrem Atelier zu Kunstwerken, die Assoziationen zur Welt des Betrachters hervorrufen sollen. Obwohl die Künstlerin dazu einlädt, schlüpfte am Sonntagmorgen niemand in einen der Krabbelanzüge von Liora Epstein, in denen man sich nur kriechend fortbewegen kann.

Die Bergische Kunstausstellung ist bis zum 23. Oktober dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

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