Vorsätze für 2021

Neues Jahr - neue Gelegenheit für Veränderungen

8000 Schritte am Tag zu schaffen ist ein guter Vorsatz für das neue Jahr 2021. Doch Hauptsache ist, man geht den Wunsch nach Veränderung an. Catharina Wurlitzer (oben), Melanie Motiwalla und Ferihan Steiner (v. l.) erzählen wie es gelingt. Fotos: Roland Keusch, Christian Beier, Catharina Wurlitzer
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8000 Schritte am Tag zu schaffen ist ein guter Vorsatz für das neue Jahr 2021. Doch Hauptsache ist, man geht den Wunsch nach Veränderung an.

Sport, gesundes Essen, ausreichend Schlaf – Coaches geben Tipps, um Vorsätze für 2021 umzusetzen.

Von Valeria Schulte-Niermann

Der Wechsel ins neue Jahr ist für viele Solinger eine gute Gelegenheit, neue Vorsätze wie mehr Sport anzugehen. Catharina Wurlitzer, Inhaberin von Wurlitzer Health und der Fitness-Schmiede, verkaufte kurz vor Weihnachten mehr Gutscheine in ihren Fitnessstudios.

Catharina Wurlitzer...

Denn auch in Zeiten von Corona sei Sport in der Gruppe möglich – mehr oder weniger – über Online-Training. Der gegenseitige Austausch könne die Teilnehmer motivieren. Ebenso würden die regelmäßigen Termine helfen, das Trainingsziel zu erreichen, betont Wurlitzer.

Wer nicht in ein Fitnessstudio gehen möchte, der könne recht einfach fitter werden. Dazu reiche schon ein Spaziergang oder das Abholen von bestelltem Essen zu Fuß. Wer 8000 Schritte am Tag gehe, rege seinen Kreislauf an. „Wenn man Schritte sammelt, sprudeln die Endorphine“, erklärt die Trainerin. Ein Schrittzähler könne helfen, dieses Ziel zu erreichen.

Nur mit Selbstreflexion kann man seine Vorsätze verwirklichen

Manchmal herrscht auch eine generelle Unzufriedenheit im Leben, bei der nicht klar ist, woran es liegt. Jeder Jahreswechsel ist eine gute Gelegenheit, über die vergangenen zwölf Monate zu reflektieren und sich darüber klar zu werden, was im eigenen Leben gut und schlecht lief.

...Melanie Motiwalla...

Coach Melanie Motiwalla von der Coaching Werkstatt Solingen sagt, da nun viele vermehrt zu Hause sind, könne man sich besser auf sich selbst konzentrieren und über den Status der eigenen Zufriedenheit nachdenken. Wenn dann der Wunsch nach Veränderung aufkommt, müsse man sich jedoch genau fragen, warum man sich diese herbeisehnt, erklärt Coach Ferihan Steiner. Zum Beispiel wird Müdigkeit nicht nur durch körperliche Betätigung besiegt, sondern hat individuelle Ursachen wie Schlaf, Ernährung oder Beruf.

Für das Ziel der dauerhaften Zufriedenheit mit der eigenen Lebenssituation entdeckt Melanie Motiwalla gemeinsam mit ihren Kunden ihre Wünsche und geht die Verwirklichung dieser in kleinen Schritten an.

...und Ferihan Steiner (v. l.) erzählen wie es gelingt.

Der Wille nach Veränderung sei der erste Schritt und vielen entlocke ein neues Jahr den Satz: „Okay, jetzt mach ich es!“. Ferihan Steiner rät jedoch, sich nicht zu sehr an den Neujahrsanfang zu klammern, sondern immer wieder auf die eigene Zufriedenheit zu achten und jederzeit Vorsätze zu formulieren. Diese dürften niemals von anderen Personen abhängig, sondern müssten selbstständig lösbar sein.

Im zweiten Schritt muss nach Möglichkeiten gesucht werden, wie und wann der Vorsatz im Alltag umsetzbar ist. Vielleicht ist vor der Arbeit Zeit für eine kleine Yogaeinheit oder man kauft am Wochenende genügend Lebensmittel ein, um abends frisch zu kochen. Wer merke, wie gut die Bewegung oder das Essen sich auf den Körper auswirken, also kleine Erfolgserlebnisse verzeichnet, für den gehe die neue Gewohnheit nach und nach in Fleisch und Blut über, versichert Melanie Motiwalla. Man solle weniger mit dem Kopf denken, sondern sich mehr auf sein Bauchgefühl konzentrieren und überlegen „Was tut mir gut?“. Es gehe darum, sanft aus der Komfortzone herauszugehen und Gewohnheiten neu zu programmieren.

Als Coach versuchen Melanie Motiwalla und Ferihan Steiner ihren Kunden die richtigen Fragen zu stellen, die so herausfinden sollen, was sie glücklich macht. Durch verbindliche Termine üben sie sanften Druck aus, damit der Schweinehund nicht gewinnt. Es reiche aber auch, mit einem Freund über die eigenen Wünsche zu reden und Ziele zu formulieren. Am Ende des Jahres wird dann wieder reflektiert, wie gut die Vorsätze eingehalten wurden. Vielleicht gab es zu viele oder ungenau formulierte Pläne. Neu angepasst werden im nächsten Jahr weitere Vorsätze angegangen.

Analoge und digitale Helfer

Das Schreiben von Tagebüchern oder Bullet Journals kann Klarheit über die eigenen Ziele bringen. Dort trägt man Gedanken, Eindrücke, Wünsche sowie Pläne ein, um sich so vor Augen zu führen, was man will und nichts zu vergessen. Digitale Tracker oder analoge Listen erinnern an das Einhalten wünschenswerter Gewohnheiten und bieten einen Überblick über Verhaltensweisen, wie beispielsweise die Schlaf- und Sportdauer oder getrunkene Wassermenge. So wird der Vorsatz messbar und es wird klar, ob das Ziel erreicht wurde.

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