Zwischenbilanz

Werwolf: Neuer Rotlichtblitzer hat schon 63 Verstöße erfasst

Der neue Blitzer an der Kreuzung Werwolf ist seit etwas mehr als einem Monat in Betrieb. Foto: Christian Beier
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Der neue Blitzer an der Kreuzung Werwolf ist seit etwas mehr als einem Monat in Betrieb.

In acht Fällen gibt es ein Fahrverbot. Die Feuerwehr begrüßte die Anlage auf besondere Weise.

Von Björn Boch

Solingen. Der Rotlichtblitzer an der Kreuzung Werwolf ist seit 10. November aktiv. Seit Beginn der Messungen wurden 63 Rotlichtverstöße erfasst, wie die Stadt auf Anfrage mitteilt. Darunter waren auch acht Rotlichtverstöße, die zu einem Fahrverbot führen.

Der Bußgeldkatalog legt fest: Wer bis zu einer Sekunde nach Rotlicht über die Haltelinie fährt, muss 90 Euro zahlen und bekommt einen Punkt im Verkehrszentralregister in Flensburg. Wer mehr als eine Sekunde nach Rotlicht über die Linie fährt, für den werden 200 Euro Bußgeld und zwei Punkte fällig – dazu kommen vier Wochen Fahrverbot.

Der Ampelblitzer war bereits Ende 2018 im Stadtrat beschlossen worden. Bei der Planung wurde schnell klar, dass für eine rechtssichere Rotlichtüberwachung die Technik der Ampelanlage erneuert werden muss. Das geschah im September und Oktober dieses Jahres.

Die Kreuzung gilt als Unfallschwerpunkt – als eine Ursache wurden Fahrer ausgemacht, die bei Rotlicht über die Ampel fahren. Der neue Blitzer dokumentiert aber nur diese Verstöße – nicht die Geschwindigkeit. Eine zusätzliche Überwachung von Geschwindigkeitsverstößen wurde in der Politik lange diskutiert, weil es mit der vorhandenen Anlage technisch möglich ist. Doch eine Geschwindigkeitsüberwachung wurde vom Stadtrat in einer sehr knappen Entscheidung abgelehnt.

Ein Kuriosum findet sich auf einem der ersten Fotos, die der neue Rotlichtblitzer gemacht hat. Denn es werden auch Einsatzfahrzeuge geblitzt, die mit Berechtigung über die rote Ampel fahren – und ein Helfer der Feuerwehr begrüßte den neuen Blitzer: „Zu Beginn der Messungen hatte bei einer Einsatzfahrt der Feuerwehr die Person auf dem Beifahrersitz mit den Händen extra ein Herzchen geformt, das auf dem Foto zu sehen ist“, berichtet Stadtsprecherin Sabine Rische. Knöllchen gibt es für Rettungsdienste im Einsatz natürlich nicht.

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