Pandemie

Neue Variante: Omikron-Fälle verdreifachen sich in Solingen wöchentlich

Die Zahl der PCR-Tests in Bethanien ist über die Feiertage nicht nennenswert gesunken. Auch die Zahl der Bürgertests blieb etwa gleich. Archivfoto: Christian Beier
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Die Zahl der PCR-Tests in Bethanien ist über die Feiertage nicht nennenswert gesunken. Auch die Zahl der Bürgertests blieb etwa gleich.

Die Zahl der PCR-Tests ist während der Weihnachtsfeiertage kaum zurückgegangen.

Von Björn Boch

Solingen. Die Omikron-Variante des Coronavirus ist auch in der Klingenstadt weiter auf dem Vormarsch. Der Stadtdienst Gesundheit meldete bis Montagnachmittag inzwischen 59 Fälle dieser Virusmutation. „Am 13. Dezember waren es sieben bestätigte Fälle, am 21. Dezember dann 21. Das entspricht einer Verdreifachung der Fälle pro Woche“, erklärte Gesundheitsamtsleiterin Dr. Annette Heibges.

Experten gehen davon aus, dass sich Omikron bundesweit noch schneller ausbreitet – Daten weisen auf eine Verdopplung alle vier Tage hin. Forscher fordern daher bereits eine separate Ausweisung der Omikron-Inzidenz. Ob bis zum 29. Dezember in Solingen 112 Fälle zu verzeichnen sind – das wäre die Verdopplung alle vier Tage – konnte das Gesundheitsamt noch nicht abschätzen. „Zur Zeit beobachten wir eine Entwicklung, die dem entspricht, was wir aus anderen Ländern kennen und was prognostiziert ist. Noch ist Omikron gegenüber Delta nicht dominierend, aber auf dem Weg dahin“, so Annette Heibges.

Zeitnah wieder verlässliche Corona-Zahlen in Solingen

Weder die Zahl der Bürgertests noch der Positiven-Anteil habe sich über die Feiertage nennenswert verändert, betonte Heibges auf Tageblatt-Anfrage. Auch die PCR-Tests in der Infektionsambulanz in Bethanien entsprachen in etwa den Werten von Anfang Dezember. Die Leiterin des Stadtdienstes Gesundheit hofft daher, dass die Zahlen über die Feiertage nicht zu sehr verzerrt sind. „Da die Testzahlen nicht eingebrochen sind, sollten wir Mitte der Woche realistische Zahlen haben. So erwarten wir es auch in der Woche nach dem Jahreswechsel.“

Ordnungsdezernent Jan Welzel (CDU) erklärte zu den städtischen Maßnahmen in Bezug auf die neue Variante: „Wir müssen diese Corona-Pandemie weiter sehr ernst nehmen. Ich sprach bei Beginn von einem Marathonlauf, der noch nicht vorbei ist.“ Alle neuen Formen des Virus und die entsprechenden Folgen gelte es sehr genau zu beobachten, um sich schnell darauf einstellen zu können.

„In der Praxis bedeutet dies: Grundrechte müssen bei gravierenden Verläufen eingeschränkt, aber bei milderen Verläufen deutlich wieder gewährt werden. Ich verstehe, dass die Menschen dies nervt, es ist aber der Weg, eine Überlastung der Krankenhausversorgung zu vermeiden.“ Im Moment beobachteten alle Beteiligten sehr aufmerksam – so sei auch die aktuelle Corona-Regelungslage zu verstehen.

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