Städtepartnerschaften

Neue Urkunde unterzeichnet: Städtepartner treffen sich in Solingen

Empfang zum Tag der Städtepartnerschaften. Oberbürgermeister Tim Kurzbach war mit Frau Linda gekommen und begrüßte Teilnehmer zahlreicher Herkünfte.
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Empfang zum Tag der Städtepartnerschaften 2022.

Solingen und Blyth unterzeichnen eine neue Urkunde. Dabei waren auch die Partner aus Ness Ziona, Thiès im Senegal und Aue-Bad Schlema in Sachsen.

Von David Bieber

Solingen. Zum „kommunalen Außenminister“ ist kurzzeitig Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD) geworden. Denn immer, wenn Vertreter der Solinger Partnerstädte in die Klingenstadt kommen, ist insbesondere der oberste Repräsentant der Stadt gefragt. So auch am Wochenende zum „Tag der Städtepartnerschaften“. Dazu waren Repräsentanten aus den Partnerstädten Aue-Bad Schlema in Sachsen, Blyth in England, Ness Ziona in Israel sowie Thiès im westafrikanischen Senegal nach Solingen gekommen.

Die drei Aktionstage zum „Tag der Städtepartnerschaften“ nutzten sie, um sich einmal persönlich kennen zu lernen und zu vernetzen. Alle Vertreter der Partnerstädte – nicht immer kam der Bürgermeister persönlich – waren das erste Mal in Solingen.

Die Freude auf die Stadt, ihre Bürger und auch auf die Vertreter der anderen Partnerstädte sei groß gewesen, gaben unisono alle Repräsentanten der Partnerstädte zu Protokoll. Hatte doch die Corona-Pandemie einen Besuch oder eine gemeinsame Zusammenkunft in den vergangenen Jahren immer wieder zunichte gemacht. Vertreter der übrigen Partnerstädte (Gouda in den Niederlanden, Jinotega in Nicaragua und Chalon-sur-Saône in Frankreich) waren nicht dabei.

Blyth: Bürgermeister erneuern Partnerschafts-Urkunde

Für das Treffen gab es einen freudigen Anlass: Die Partnerschaft zwischen Solingen und Blyth feiert in diesem Jahr ihr 60-jähriges Bestehen. Im alten Rathaus haben Tim Kurzbach für Solingen und Blyth´ Bürgermeister Warren Taylor eine erneuerte Partnerschaftsurkunde unterzeichnet. Sie solle den Beginn der Städtepartnerschaft von 1962 würdigen und die feste Absicht bekräftigen, diese in den kommenden Jahrzehnten weiter zu fördern, sagte Solingens OB Tim Kurzbach.

Liewerfrau reist mit Warren Taylor nach Blyth

Warren Taylor nahm die Solinger Liewerfrau als kleine Skulptur entgegen und würdigte seinerseits die lange Partnerschaft. Dabei bedankte er sich in deutscher Sprache für die Freundschaft. Ein Extra-Applaus war ihm dafür sicher. Neben Taylor trugen sich auch alle anderen Vertreter ins Gästebuch der Stadt ein und tauschten Geschenke aus.

Ness Ziona: Ratsmitglied dankt für Solinger Engagament

„Ich danke der Stadt Solingen für den gelungenen Austausch und die Partnerschaft. Uns verbindet eine starke Freundschaft und gemeinsame Werte“, sagte etwa der israelische Vertreter aus Ness Ziona, Ratsmitglied Gil Anukov. Ganz besonders lobte er das bürgerschaftliche Engagement und den Freundeskreis Solingen/Ness Ziona. „Ich danke vor allen Dingen auch den Solinger Bürgern, die sich um den jüdischen Friedhof sorgsam kümmern.“

Angesprochen auf den sich gegenwärtig zuspitzenden israelisch-palästinensischen Konflikt antwortet er: „Es braucht leider noch lange Zeit, bis die beiden Völker zueinander finden werden.“

Vertreter aus dem Senegal reisen 4500 Kilometer nach Solingen

Die mit Abstand weiteste Anreise hatten Babacar Diop sowie Mouhamadou Ndiaye aus dem senegalesischen Thiès nach Solingen. Mehr als 4500 Kilometer trennen die beiden Städte voneinander. Gut gelaunt präsentierte sich der noch relativ junge Diop – seit Januar dieses Jahres neuer Bürgermeister der drittgrößten Stadt des Sahel-Staates. „Unsere Partnerschaft ist ein gutes Beispiel für die Zusammenarbeit zwischen dem globalen Norden und dem Süden. Diese müsste nun weiter verstärkt werden. Es ist gelebte Solidarität.“

Am Freitagabend ging es dann weiter für die Gäste nach Gräfrath ins Klosterbräu zum Abendessen. Danach stand ein gemeinsamer Spaziergang zum Gräfrather „Lichterzauber“ an. Am Samstag besuchte die Delegation das internationale Kultur- und Umweltfest „Leben braucht Vielfalt“ im Walder Stadtpark. Dort hatte auch der „Förderverein Städtefreundschaft mit Jinotega“ einen Kaffee-Stand. Am Sonntag hieß es dann wieder Abschied nehmen. Es soll nicht die letzte Zusammenkunft gewesen sein.

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