Pläne

Neue Häuser und Wohnungen entstehen in Widdert

Auf dem ehemaligen Parkplatz der Gaststätte Meis sollen vier Mehrfamilienhäuser gebaut werden. Foto: Christian Beier
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Auf dem ehemaligen Parkplatz der Gaststätte Meis sollen vier Mehrfamilienhäuser gebaut werden.

Dr. Norbert Zimmermann will nicht nur den Meis-Parkplatz bebauen, sondern entwickelt auch ein Baugebiet an der Haltestelle Vockert.

Von Hans-Peter Meurer

Widdert gehört zu den besten Wohnlagen Solingens. Mit zwei Großprojekten wartet dort der Solinger Rechtsanwalt Dr. Norbert Zimmermann, Chef der Kissel-Gruppe, auf. Zunächst will er den ehemaligen Parkplatz der Gaststätte Meis an der Börsenstraße bebauen. Und zudem entwickelt er ein neues Bebaungsgebiet in der Nähe des Weckshofes in Höhe der Haltestelle Vockert.

Zimmermann hat bereits das Großprojekt Kölner Höfe als medizinisches Zentrum erfolgreich aus der Taufe gehoben. Jetzt will er sich auf den Wohnungs- und Hausbau konzentrieren. An der Börsenstraße soll auf dem etwa 3500 Quadratmeter großen Meis-Parkplatz bereits im kommenden Frühjahr Baustart sein. Vier Mehrfamilienhäuser mit jeweils fünf Wohnungen und eine Tiefgarage sollen dort entstehen. Die Größen der Drei- und Vier-Raum-Apartments liegen zwischen 78 und 120 Quadratmetern. „Der Markt ist da“, ist Zimmermann sicher, Interessenten zu finden. Die Appartements sollen übrigens nicht verkauft, sondern vermietet werden. Zwei Häuser will Dr. Zimmermann selbst bauen, für die anderen hat er Investoren.

Der Bauantrag sei noch einmal überarbeitet worden. Zimmermann rechnet Anfang kommender Woche mit seiner Genehmigung. Mit Ausnahme der Kellergeschosse und der Tiefgarage will Kissel nun mit Holz bauen, so wie schon bei den Neubauten an der Zentralfachschule der Deutschen Süßwarenwirtschaft in Gräfrath. „Das ist heute viel ökologischer. Und es wird die Bauzeit extrem verkürzen“, ist er sich sicher. Dies sei auch der Grund dafür, dass er zwei weitere Investoren vom Engagement habe überzeugen können. Preiswerter als bei der Stein-auf-Stein-Methode werde der Bau wegen der massiven Stützen und des aufwendigeren Brandschutzes aber nicht. Der Mietzins werde, so Zimmermann, angesichts der hochwertigen Ausstattung bei etwa 9,50 bis 10 Euro pro Quadratmeter liegen.

Ökologische Siedlung ist am Weckshof geplant

Auf einem guten Weg sei auch, so Zimmermann, das neue Baugebiet zwischen Weckshof und dem Klingenpfad, der an der Haltestelle Vockert auf die Börsenstraße trifft. „Wir haben nun nochmals rund 10 000 Quadratmeter Grund erworben, so dass wir jetzt über mehr als 20 000 Quadratmeter verfügen“. Mit weiteren Fremdeigentümern würden noch Kaufverhandlungen geführt. Deren Grundstücke seien für die Realisierung des Projektes aber nicht unbedingt notwendig, da die Erschließung auch ohne diese gesichert sei.

Mit dem neuen Bebaungsplan werde eine in die Natur gebettete ökologische Siedlung geplant. Es sollen im Gesamtgebiet etwa 33, maximal zweigeschossige Einheiten entstehen, darunter vier Doppelhaushälften. Frühere Pläne hatten fast doppelt so viele Wohneinheiten vorgesehen. Das Niederschlagswasser soll auf den zwischen 560 bis zu 1200 Quadratmeter großen Grundstücken versickern. Zudem seien größere private und auch öffentliche Grünflächen vorgesehen. Auch auf die Gestaltung der Grundstücksgrenzen zwischen den einzelnen Häusern soll im Bebaungsplan Einfluss genommen werden. „Wir wollen so verhindern, dass hier die schäbigen Holz- und Metallzäune sowie Kirschlorbeerhecken zur Grenzziehung genutzt werden. Die Einfriedungen sollen einheitlich sein.“ Statt eines Spielplatzes werde eine rund 1000 Quadratmeter große Grünfläche mit Boulebahn als Ort der Begegnung geplant.

Grundstücksparzellen werden ohne Architektenbindung verkauft

Die Grundstücke würden zukünftig nicht mit Architektenbindung verkauft. Zimmermann: „Auch deshalb begrüßen wir es ausdrücklich, wenn die qualitätsbildenden Merkmale dieses Baugebietes in Absprache mit der Stadt sehr stringent und detailliert in dem zu erarbeitenden Bebauungsplan festgeschrieben werden, um eben Wildwuchs zu vermeiden.“

WIDDERT

EINWOHNER Zum Stichtag am 31. Dezember 2017 lebten in Widdert 9661 Menschen.

ALTERSSTRUKTUR Das Durchschnittsalter der Widderter betrug da 45,5 Jahre. Immerhin 1507 Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren wachsen hier auf.

SOZIALES Der Anteil an Sozialwohnungen ist in Widdert mit nur 507 Einheiten am niedrigsten im Vergleich aller Stadtteile.

Laut Auskunft der Stadt Solingen ist mit der Rechtskraft des Bebaungsplanes frühestens im Frühjahr 2019 zu rechnen. Zuvor müssten noch die zahlreichen Anregungen von der Bürgeranhörung im Mai geprüft und eventuell auch berücksichtigt werden.

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