März 2021

Neubau der Brücke Haasenmühle liegt im Zeitplan

Die Verschalung aus Holz für das Betonieren der neuen Brücke Haasenmühle (oben) steht. Voraussichtlich im März 2021 soll die Verbindung zwischen Solingen und Leichlingen fertig werden. Solange müssen Autofahrer wie Fußgänger noch eine Behelfsbrücke (unten) nutzen. Foto: Michael Schütz
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Die Verschalung aus Holz für das Betonieren der neuen Brücke Haasenmühle (oben) steht. Voraussichtlich im März 2021 soll die Verbindung zwischen Solingen und Leichlingen fertig werden. Solange müssen Autofahrer wie Fußgänger noch eine Behelfsbrücke (unten) nutzen.

Schalung für das Betonieren des Bewehrungsstahls steht – Verbindung zwischen Solingen und Leichlingen soll im März fertig werden.

Von Timo Lemmer

Höhscheid. Weithin sichtbar ist für Passanten und Autofahrer zwischen Haasenmühle und Nesselrath momentan nicht bloß die Baustelle an der Wupperbrücke, die schon ein gewohntes Bild abgibt. Regelrecht auffällig ist die Holzverschalung, die aufliegt. In sie wird, so Detlef Diekel, „wie der Name Schale es schon verrät, der Bewehrungsstahl eingebaut, ehe dann ausbetoniert wird“. Diekel, bei den Technischen Betrieben (TBS) für Brücken zuständig, zeigt sich mit dem aktuellen Fortschritt zufrieden: Im März 2021 rechnet er mit der Fertigstellung der Wupperbrücke zwischen Solingen und Leichlingen.

In den letzten Wochen und Tagen sind wichtige Elemente des Neubaus fertiggestellt worden. Die Widerlager aus Beton – zunächst hatte nur das auf Solinger Seite errichtet werden können – sind inzwischen beide fertig. Sie bilden jeweils den Abschluss des Brückenbauwerks.

„Auch der Brückenpfeiler ist fertig“, gibt Diekel bekannt: „Darauf liegt nun ein Traggerüst aus Stahlträgern, das man ganz gut sehen kann, und darauf eben die Schalung für den Brückenüberbau.“ Auf ihm wird letztendlich die Fahrbahn der Spannbetonbrücke errichtet.

Im nächsten Schritt wird nun ausbetoniert. „Damit planen wir für die 46. Kalenderwoche“, sagt Diekel. Damit soll es also zwischen dem 9. und 13. November losgehen. „Wir sind voll im Zeitplan.“

Der Terminplan für den Neubau ist bereits einmal angepasst worden. Die Fertigstellung Ende dieses Jahres war nicht zu halten: „Das Hochwasser im Januar hat uns als einziges den Terminplan verhagelt“, sagt Diekel. Damals konnte auf Leichlinger Gebiet nicht weitergearbeitet werden. Der Wasserstand war so hoch, dass stählerne Spundwände nicht in den felsigen Boden gerammt werden konnten. Im Sommer konnte das nachgeholt werden: Sie sind 7,50 Meter tief im Untergrund verankert und schließen die Baustelle wasserdicht ab.

„Früher war beim Brückenbau das Wetter die größte Unbekannte. Das ist inzwischen von Corona abgelöst worden.“

Detlef Diekel, Sachgebietsleiter Brücken bei den TBS

Nun sei es ebenfalls wichtig, dass das Wetter einigermaßen hält: „Für die Eisenflechter ist es natürlich nicht gut, wenn es eiskalt ist oder Dauerregen herrscht.“ Bauingenieur Diekel, der in Solingen seit einem Jahr Sachgebietsleiter Brücken ist, kennt die Branche – und spürt eine Veränderung: „Früher war beim Brückenbau das Wetter die größte Unbekannte. Das ist inzwischen von Corona abgelöst worden.“

Das aktuelle Wetter – trocken und nicht zu kalt – sei ideal für die anstehenden Arbeiten. „Passieren kann in der Winterzeit immer etwas“, hat Diekel die „alte Unbekannte“ auf dem Schirm. Unwägbarer sei aber eben Corona: Mit Betonwerk, Fahrer des Betonwerks oder Eisenleger nennt Diekel nur ein paar Glieder, die für die aktuelle Bauphase wichtig sind. Hält diese Kette, ist die Wupperbrücke im März 2021 fertig. Bis dahin bleibt die Behelfsbrücke stehen.

Die Brücke

Alter Bau: Die alte Wupperbrücke wurde 1958 errichtet. Normalerweise rechne man mit einer Lebensdauer von 100 Jahren, sagt Experte Diekel. Es war allerdings Stahl minderer Qualität verwendet worden, so dass ein Abriss und Neubau unausweichlich waren: Im Juni 2017 wurde gesperrt.

Neubau: Die Neuerrichtung kostet vier Millionen Euro, von denen das Land 70 Prozent trägt. Die Eigentümer der Brücke, die Stadt Solingen sowie der Rheinisch-Bergische Kreis, übernehmen die übrigen 1,2 Millionen Euro. Das Trio finanziert auch die 1,8 Millionen Euro teure Behelfsbrücke, die seit Dezember 2018 den Verkehr trägt.

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