Pandemie

Quarantäne-Tagebuch: Negativ ist in der Pandemie positiv

Das negative Testergebnis landete innerhalb von 24 Stunden auf der Corona-App. Gute Nachrichten aus dem Handy. Foto: Christian Beier
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Das negative Testergebnis landete innerhalb von 24 Stunden auf der Corona-App. Gute Nachrichten aus dem Handy.

Die Trennung von Tisch und Bett wurde vollzogen.

Bei einem Corona-Routinetest seiner Frau kam völlig unerwartet das Ergebnis „positiv“. Für ST-Fotograf Christian Beier und seine Familie bedeutet das: Die Quarantäne geht weiter. Von seinen Erfahrungen berichtet er hier.

Von Christian Beier

Das Positive vorweg: Romy und ich haben ein negatives Testergebnis erhalten. Der erste Blick nach dem Aufwachen galt der Corona-App in unseren Handys. Zwei mal negativ auf dem Display.

Von Nadines Kollegenkreis gelangen am frühen Morgen nacheinander die guten Nachrichten zu uns. Auch dort gibt es keine infizierte Person. Das senkt erheblich den Druck, den man sich automatisch macht. Die unwissentliche Ansteckung eines anderen Menschen wäre eine wirklich schlimme Nachricht. Aufatmen ist erstmal angesagt, und nun müssen wir unser weiteres Vorgehen überdenken, denn eine Corona-positiv getestete Person lebt ja in unserem Haushalt.

Der Gedanke an ein falsches Testergebnis lässt sich nicht verleugnen, da bislang keine Symptome aufgetreten und trotz intensiver Nähe keine Ansteckung untereinander erfolgte. Auch die Quelle der Infektion ist leider nach wie vor überhaupt nicht nachvollziehbar.

Die „Trennung von Tisch und Bett“ haben wir frühzeitig vollzogen. Wir tragen nun alle eine FFP2-Maske, wenn wir keine Distanz halten können. Alle sind dankbar, dass jeder im Haus genügend Platz für sich hat und wir uns so nicht auf die Nerven gehen. Der Gedanke, dass Familien eine Quarantäne in einer Drei-Zimmer-Dachgeschosswohnung durchstehen müssen, betrübt mich. Auch Singles und ältere Alleinstehende, die niemanden in ihrer Nähe wissen, haben in dieser Zeit sicher ein schlimmeres Los als wir.

Seitdem wir nun alle ein Testergebnis haben, beschäftigt uns natürlich die Länge der Quarantäne, die uns gestern telefonisch in Aussicht gestellt wurde. Laut Aussage des Gesundheitsamtes endet Nadines Quarantäne vier Tage vor Romys und meiner, obwohl wir ein negatives Ergebnis haben. Das liegt an der Inkubationszeit bei einer möglichen Ansteckung. Wir sind gespannt, wann die nächste Kontaktaufnahme des Amtes erfolgt und ob wir vielleicht einen erneuten Test verhandeln können, um somit die Zeit der Quarantäne zu reduzieren.

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