Gericht

'Ndrangheta-Prozess: Ohligser bleibt in Untersuchungshaft

Das Oberlandesgericht Düsseldorf.
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Das Oberlandesgericht Düsseldorf.

Der Italiener wurde bereits Ende 2018 festgenommen.

Von Kristin Dowe

Solingen. Im Mammutprozess am Oberlandesgericht Düsseldorf gegen 14 Angeklagte, die teilweise der kalabrischen Mafiaorganisation 'Ndrangheta zugerechnet werden, ist wohl kein schnelles Ende abzusehen. Noch bis August 2023 soll sich die Hauptverhandlung hinziehen. Unter den Beschuldigten, die sich unter anderem wegen bandenmäßigen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge, Unterstützung einer ausländischen kriminellen Vereinigung, Betrug und Geldwäsche verantworten müssen, ist auch ein Mann aus Ohligs. Er wurde im Rahmen einer europaweiten Razzia gegen die 'Ndrangehta im Dezember 2018 in Solingen festgenommen.

Die lange Zeit der Untersuchungshaft hält Rechtsanwalt Karl-Hermann Lauterbach, der den Ohligser gemeinsam mit seinem Sohn Patrick Lauterbach verteidigt, für unverhältnismäßig. „Es gibt türkische Mitangeklagte, die sich mit sechsstelligen Schadensersatzzahlungen aus der Haft herausgekauft haben. Menschen mit weniger Geld haben diese Möglichkeit nicht.“

Dem Italiener wird vorgeworfen, als Strohmann für eine Scheinfirma in Düsseldorf fungiert zu haben, die in Wahrheit Drogengeschäften in beträchtlicher Dimension nachging. 2015 kamen niederländische Ermittler den Drahtziehern auf die Spur, als sie auf einem Frachtschiff in Rotterdam Kokain im Marktwert von 2,5 Millionen Euro beschlagnahmten.

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