Forderungen

Naturschutzverbände sammeln in Solingen Unterschriften für Volksinitiative

Die Initiative stellt acht Forderungen an den Landtag.
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Die Initiative stellt acht Forderungen an den Landtag.

Landtag soll sich mit dem Schutz der Artenvielfalt befassen.

Von Alexandra Dulinski

Solingen. „Volksinitiative Artenvielfalt“ heißt die Initiative, die der Naturschutzbund Deutschland (Nabu), der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und die Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt (LNU) im Juli NRW-weit gestartet haben. Die Initiative stellt acht Forderungen an den Landtag, der sich mit dem Thema Artenvielfalt und Artenerhalt von Tieren, Pflanzen und anderen Lebewesen befassen soll.

Auch auf kommunaler Ebene in Solingen sind die Verbände aktiv, um Orte wie die Ohligser Heide oder das Ittertal zu schützen. Dafür werden in Solingen nun Unterschriften gesammelt. „Unser Ziel ist es, NRW-weit mindestens 66 000 Unterschriften zu sammeln, so dass wir unser Anliegen dem Landtag vorlegen können“, berichtet Sabine Vogel von der BUND Kreisgruppe Solingen.

Eine Forderung lautet, den Flächenfraß verbindlich zu stoppen. Dabei gehe es darum, die Versiegelung von Grünflächen zu verhindern und in Bebauungsplänen eine Vorschrift für Schottergärten zu formulieren.

„Wir haben die große Befürchtung, dass Außenbereiche – Landschaftsschutzgebiete – in Betracht gezogen werden, wenn Gewerbegebiete kaum noch Raum in der Innenstadt finden“, sagt Sibylle Hauke (BUND). Der Erhalt dieser Schutzgebiete ist deshalb ein zentrales Anliegen. „Wenn die A 3 ausgebaut wird, gehen Schutzgebiete wie Teile der Ohligser Heide verloren“, so Hauke.

In Wäldern sollen Zonen festgelegt werden, in denen der Wald verwildern darf. Denn naturnahe Wälder und Wirtschaftswälder seien schwer zu vereinbaren. „Es gibt viele Biotope, die oft sehr kleinflächig sind. Die Populationen sind dort kaum lebensfähig, weil es keinen Austausch gibt“, erklärt Christoph Kalde (Nabu). Deswegen müsste dafür gesorgt werden, dass die Biotope verbunden werden und „in Zukunft nicht noch mehr zugebaut wird.“

Schwerpunkte beim Thema Artenschutz in der Stadt seien die Vermeidung von Vogelschlag an Fensterscheiben und der Erhalt von Straßenbäumen. „Um das umzusetzen, sind personelle Kapazitäten in den Verwaltungen erforderlich“, sagt Kalde.

Ein Jahr haben die Verbände Zeit, die Unterschriften für ihre Volksinitiative zu sammeln. Eine erweiterte Übersicht über die Forderungen sowie den Unterschriftenbogen als Download gibt es online.

artenvielfalt-nrw.de

Forderungen

Flächenfraß verbindlich stoppen

Schutzgebiete wirksam schützen

Naturnahe und wilde Wälder zulassen

Naturverträgliche Landwirtschaft aktiv voranbringen

Biotopverbund stärken und ausweiten

Lebendige Gewässer und Auen sichern

Artenschutz in der Stadt fördern

Nationalpark in der Senne ausweisen

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