Konzert

Nachwuchstalente zeigen ihr Können

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Die Bergischen Symphoniker begleiten die Nachwuchstalente.

Am Freitagabend begeisterten sechs junge Damen mit großartigen Vorträgen.

Von Klaus Günther

Für eine Musikerkarriere kann der 1. Preis beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ das Sprungbrett bedeuten. In jedem Jahr erhalten besonders begabte Preisträger die Möglichkeit, mit den Bergischen Symphonikern in einem Konzert zu brillieren. Am Freitag, dem 2. Februar, waren es sechs junge Damen, welche von der Moderatorin Eva-Susanne Rohlfing im Konzertsaal vorgestellt wurden. Als erste erschien von diesen Serafina Jaffé. Die 19 jährige Tochter eines bekannten Cellisten, begann früh mit dem Cellospiel, entschied sich aber dann doch für die Harfe, mit der sie bereits mit 14 ihren ersten großem Auftritt hatte. In Solingen spielte sie den Solopart im Konzert für Harfe und Orchester von Francois-Adrien Boieldieu (1775 – 1834), der seinen Ruhm seinen zahlreichen, vielgespielten Opern verdankte. 

Serafina Jaffé begeisterte mit dem Silberklang ihres Instrumentes und der Bewältigung auch schwierigster Passagen. Vom Orchester erhielt sie, auch dank des animierten Dirigats von Gábor Hontvári, die beste Unterstützung. Der erst 24 Jahre alte Gastdirigent hat bereits mit bedeutenden Orchestern in Deutschland und Ungarn gearbeitet und gehört zu den viel versprechendsten jungen Orchesterleitern. Es ist sicher ungewöhnlich, dass vier kaum über 17 Jahre alte Musikerinnen schon als Streichquartett höchst erfolgreich sind. Nastasja Link (Violine), Carolin Grün (Violine), Pauline Schulte-Beckhausen (Viola), und Noémie Maria Klages (Cello), errangen als Ensemble nicht nur beim Bundeswettbewerb den ersten Preis, sondern wurden auch von der Deutschen Stiftung Musikleben ausgezeichnet. 

Mit den Bergischen Symphonikern spielten sie ein „Konzert für Streichquartett und Orchester“ , das Bohuslav Martinu 1931 in Paris komponierte. Nach einem heiteren Beginn sprach das Adagio von Wehmut. Am Ende setzte sich Zuversicht durch. All die verschiedenen Stimmungen kamen im Streichquartett wie im Orchester glänzend zur Wirkung. Robert Schumanns Klavierkonzert a-Moll gilt als das Schönste unter den romantischen Werken seiner Art. Erstmals von seiner Frau Clara gespielt, gehört es bis heute zu den beliebtesten Konzerten. In Solingen saß die junge Pianistin Wei-Ting Chou, geboren in Taiwan, am Flügel. Sie hat nicht nur den 1. Preis beim Bundeswettbewerb gewonnen, sondern kann bereits auf zahlreiche Konzerterfolge zurückblicken. Zusammen mit den Bergischen Symphonikern unter Gábor Hontvári gab sie dem Konzert einen großartigen Abschluss. Langer, stürmischer Beifall dankte.

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