Nachhaltigkeit: Sparkasse nimmt Partner in die Pflicht

Martin Idelberger ist Sprecher der Stadt-Sparkasse. Er erklärt, was es mit der Nachhaltigkeitsvereinbarung auf sich hat. Foto: Michael Schütz
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Martin Idelberger ist Sprecher der Stadt-Sparkasse. Er erklärt, was es mit der Nachhaltigkeitsvereinbarung auf sich hat. Foto: Michael Schütz

400 Lieferanten und Dienstleister erhielten Vereinbarung

Von Manuel Böhnke

Rund 400 Lieferanten und Dienstleister der Stadt-Sparkasse erhielten in der vergangenen Woche digitale Post. Darin stellt das Geldinstitut seine Nachhaltigkeitsvereinbarung vor. Die soll dazu beitragen, mit Geschäftspartnern „eine gemeinsame Basis zu finden, die Nachhaltigkeitsaspekte angemessen berücksichtigt“.

Was steht in der Nachhaltigkeitsvereinbarung?

Das Dokument orientiert sich laut Angaben der Sparkasse an „internationalen, anerkannten Standards“. Dazu gehören etwa die Konvention der Internationalen Arbeitsorganisation und die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. Wer die Vereinbarung annimmt, sagt unter anderem zu, sich an geltendes Recht zu halten, Korruption und Diskriminierung nicht zu tolerieren sowie Arbeitnehmerrechte zu achten. Auch Umweltschutz und -bewusstsein sind Thema.

Was ist das Ziel der Nachhaltigkeitsvereinbarung?

„Die Stadt-Sparkasse Solingen verfolgt das Ziel, ihr Nachhaltigkeitsverständnis gegenüber ihren Lieferanten und Dienstleistern auszudrücken“, erklärt Unternehmenssprecher Martin Idelberger. Auf der anderen Seite besteht der Anspruch, dass die Geschäftspartner ihr Handeln auch nachhaltig ausrichten.

Was passiert, wenn Partner die Vereinbarung nicht annehmen?

Bisher seien die Rückmeldungen positiv, erklärt Idelberger, Innerhalb von zwei Tagen habe rund ein Viertel der Empfänger die Vereinbarung angenommen. Sollte ein Geschäftspartner dies nicht tun, möchte die Sparkasse zunächst das Gespräch suchen. Langfristig sei geplant, Dienstleister und Lieferanten auch nach Nachhaltigkeitsgesichtspunkten als Geschäftspartner der Sparkasse auszuwählen.

Und wenn ein Partner aktiv gegen die Grundsätze verstößt?

„Wir glauben, dass wir schon heute in der Regel in Geschäftsbeziehung mit Dienstleistern und Lieferanten stehen, die unser Verständnis von Nachhaltigkeit teilen“, betont Idelberger. Sollte ein Partner dennoch gegen die Mindeststandards in der Vereinbarung verstoßen, etwa durchs Tolerieren oder Praktizieren von Kinderarbeit, „würden wir von einer weiteren Zusammenarbeit absehen“.

Für die Sparkasse sei Nachhaltigkeit kein neues Thema. Idelberger verweist auf die Förderung von Kultur und Sport in der Stadt. In jüngerer Vergangenheit habe der ökologische Aspekt an Bedeutung gewonnen. Das Kreditinstitut plane beispielsweise, eine Elektrofahrzeug-Flotte einzuführen.

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