Umwelt-Check

Nachhaltig katastrophenfest zu werden, ist politisches Ziel

Katastrophenerfahrung: Am 14. Juli 2021 wurde auch Unterburg überflutet.
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Katastrophenerfahrung: Am 14. Juli 2021 wurde auch Unterburg überflutet.

Politiker sprachen über Bevölkerungsschutz – auch in Bezug zur Klingenstadt.

Von Daniela Neumann

Solingen. Seit 2008 gibt es die so genannte Deutsche Anpassungsstrategie zum Umgang mit dem Klimawandel. Darüber informiert das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). In den vergangenen Tagen machten Politiker von hier auf das Thema aufmerksam. Der für Teile der Region zuständige Abgeordnete Ingo Schäfer (SPD) setzte sich jüngst im Bundestag für die dauerhafte Einrichtung eines Koordinierungsstabes für das Krisenmanagement der Bundesregierung ein.

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Die Walder CDU führte diese Woche eine Informationsveranstaltung mit Diskussionsrunde zum Thema Bevölkerungsschutz durch. Als Referenten standen Jan Welzel als Beigeordneter für Bevölkerungsschutz der Klingenstadt und Arne Moritz als Vorsitzender des Deutschen Roten Kreuzes Solingen zur Verfügung.

Jahrelanges Verdrängen des Themas führe nun zu verstärktem Handlungsbedarf, betonte zur Einführung Fabian Kesseler, Vorsitzender des CDU-Stadtbezirksverbandes Wald. Unser Lebenswandel müsse geprüft werden, stellte Jan Welzel immer wieder heraus. Der Beigeordnete identifizierte aktuell vier Bereiche, die im Großen wie im Kleinen Krisenbewältigung brauchen. „Es geht dann darum, dass jede Funktionseinheit so lange wie möglich bereit sein muss“, stellte er voran. Der erste Bereich sei Corona, hier laufe eine wöchentliche Berichterstattung.

Als zweiten Bereich nannte er die Situation rund um Geflohene. Hier gebe es eine Lenkungsgruppe, die möglichst mehrere Standorte zur Unterbringung nutze. Im dritten Bereich „Zivile Verteidigung und Katastrophenschutz“ sei es wichtig, dezentral handlungsfähig zu bleiben. In Überleitung zum vierten Bereich, Gefahrenlagen vor Ort, gelte das für jede Person privat wie auch Organisationen und das Ehrenamt. Als Beispiele für Einrichtungen nannte Welzel Notdienstpläne und Regelungen zur Notstromversorgung. Konkret im vierten Bereich sei seit dem Hochwasser 2021 klar geworden, wie wichtig Zusammenarbeit und Koordinierung sind. So habe man gelernt und im Februar bei Orkanlage etwa direkt mit dem Wupperverband gearbeitet.

Wie auch das BBK benannte er das Ziel, katastrophenfest zu werden, als gesamtgesellschaftliche Aufgabe. In der Diskussion sensibilisierte Arne Moritz weiter und notierte Ideen aus der Runde von 18 Teilnehmern. Darunter: Kurse und Arbeitsgemeinschaften an Schulen zum Sichtbarmachen der Notwendigkeit von Ehrenamt von Feuerwehr bis Lebensrettung allgemein.

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