Ernergie

Nachfrage nach Ökostrom steigt

Stadtwerke verzeichnen einen Bewusstseinswandel. Dennoch seien viele Kunden skeptisch.

Von Kristin Dowe

Dass es im Zuge des Klimawandels auf Dauer keine Alternative zu den erneuerbaren Energien gibt, darin sind sich die Politik und die Gesellschaft weitgehend einig. Dennoch tun sich auch in Solingen viele Kunden noch immer schwer, bei der Energieversorgung auf Ökostrom zu setzen, weiß Stefan Ziebs, Prokurist bei den Stadtwerken. „In vielen Köpfen herrscht noch immer das Bild, dass grüner Strom zwar theoretisch eine gute Sache ist, häufig gibt es aber Zweifel in Bezug auf die Qualität und Befürchtungen, ob die Zuverlässigkeit der Stromversorgung leiden könnte. Das ist absolut unbegründet.“

Bei einem Blick auf die Stromlieferungen gibt Solingen im bundesweiten Vergleich bereits ein umweltfreundliches Bild ab: Die aktuell von den Stadtwerken veröffentlichte Stromkennzeichnung zeigt, dass immerhin 53 Prozent des Stroms in der Klingenstadt aus erneuerbaren Energien gewonnen wird – davon werden 45 Prozent aus der EEG-Umlage (Erneuerbare-Energien-Gesetz) finanziert.

„Etwa 15 Prozent unserer Kunden haben bereits auf Ökostrom umgestellt.“
Stefan Ziebs, Stadtwerke

Bundesweit sind es insgesamt nur 32 Prozent – und 29 davon durch die EEG-Umlage finanziert. Die Stadtwerke Solingen setzen bei ihrem Angebot auf ein Modulsystem. Seit 2006 können Kunden ihren „Klingenstrom“ einfach über die Buchung eines sogenannten Öko-Plus-Moduls auf Ökostrom umstellen. Dieses kostet 1,50 Euro zusätzlich im Monat – dafür hat der Kunde laut Stadtwerken die Gewissheit, dass er seinen Strom vollständig aus nachhaltigen Quellen bezieht.

„Etwa 15 Prozent unserer Haushaltskunden haben ihre Stromversorgung bereits auf Ökostrom umgestellt“, berichtet Ziebs. Die Nachfrage sei steigend, erklärt der Prokurist im ST-Gespräch.

Dabei prüft und zertifiziert der Tüv, dass der bestellte Strom auch tatsächlich ökologisch erzeugt wird. Die Erzeugungsquelle wird über Herkunftsnachweise belegt, die am Markt gehandelt werden. Ziebs erklärt: „Unser Strommix kommt von verschiedenen Großhändlern und Stromproduzenten, die untereinander im Wettbewerb stehen. Unsere Beschaffungspolitik ermöglicht uns freien Zugriff auf den Markt und auf unterschiedliche Großhändler und Erzeugungsanlagen.“ Im Ergebnis sei der Strommix der Stadtwerke wettbewerbsfähig, zudem aber nachhaltiger als der bundesdeutsche „Durchschnittsmix“.

Weitere Informationen zu erneuerbaren Energien und einen Stromrechner gibt es online auf der Internetseite der Stadtwerke Solingen.

www.stadtwerke-solingen.de

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