Nachbarschaftstreff Haaner Straße bietet Kindern verlässliche Unterstützung

Wie in einem Mini-Klassenraum (von links): Ahmet (9) und Esra (8) bei Fachfrau Christiane Rohwer; Gesamtleiterin Rebecca Rokowski hat Joni (8) bei den Hausaufgaben geholfen. Foto: Daniela Neumann
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Wie in einem Mini-Klassenraum (von links): Ahmet (9) und Esra (8) bei Fachfrau Christiane Rohwer; Gesamtleiterin Rebecca Rokowski hat Joni (8) bei den Hausaufgaben geholfen. Foto: Daniela Neumann

In unserer Serie über offene Angebote für Kinder und Jugendliche geht es heute um einen gemeinnützigen Verein in Wald

Von Daniela Neumann

Ahmet (9) wohnt nicht weit weg. Er weiß: Hier kann er alle seine Hausaufgaben machen. Was ihm auch wichtig ist. Englisch ist gerade dran, das gefällt ihm, das kann er ganz gut. Seine zwei älteren Schwestern waren auch schon bei der Hausaufgabenbetreuung des Nachbarschaftstreffs Haaner Straße, erzählt Christiane Rohwer. Sie kümmert sich um das Angebot als Hauptamtliche.

Zusätzlich zur verlässlichen Betreuung rund um die Hausaufgaben macht der gemeinnützige Verein in der Walder Siedlung offene Angebote für die Kinder. Wegen der Corona-krise finden genauso wie der Männer- und der Frauen-Treff auch der dienstägliche Spiel- und Spaß-Nachmittag sowie der parallele Teenie-Treff derzeit nicht statt, berichtet Rebecca Rokowski. Die Studentin kümmert sich in Teilzeit seit Februar um das Quartiermanagement inmitten der rund 100 Wohneneinheiten.

Mittwochs läuft nun wieder der Kreativnachmittag. Er ist für die Kinder, die vorbeikommen, offen und kostenlos. Besondere Aktionen wie jüngst ein Waldausflug oder ein Besuch sind mit Anmeldung.

Draußen wird gemalt, gebastelt oder Waldluft geschnuppert

Mit wenigen Kindern, die Probleme mit dem Homeschooling hatten, habe das Team wieder anfangen können nach dem Lockdown, sagt Rokowski. Auch in den Ferien gab es Kinder, die Versäumtes kontinuierlich nachholten. Einer von ihnen ist Joni. Der Achtjährige spricht nicht nur über seinen Spitznamen und Corona, sondern auch die Möglichkeiten. „Immer, wenn das hier ist, dann komme ich“, betont er.

Dazu gehört für Rebecca Rokowski, möglichst viel draußen zu machen. Etwa auch mal malen und basteln. Im anderen Lernzimmer in einer der drei vom Vermieter zur Verfügung gestellten Wohnungen hat Esra (8) gerade am offenen Fenster ihre Hausaufgaben gemacht. Sie isst erst zu Hause zu Mittag und kann dann hier Fragen stellen, wenn sie welche hat, erzählt sie.

Dafür stellt das rund zehnköpfige Team aus Haupt- und Ehrenamtlichen den Rahmen. Christiane Rohwer reicht den Kindern Gläser mit Wasser, Rebecca Rokowski freut sich, dass die im Flur aufgehängten, ermunternden Sprüche auf ansprechend designten Quadraten genutzt werden.

„Hauptsächlich geht es uns darum, dass die Kinder zusammenkommen und viel sprechen und Fragen stellen können“, fasst sie zusammen. Auch die Sinne würden geschult: „Im Wald überlegen wir: Was hören wir, was sehen wir?“ Die Mehrheit der Kinder spreche zu Hause nicht Deutsch oder nur sehr wenig, erklärt sie.

Bildung, Beziehung und Begegnungsräume sind hier die Bausteine, das macht Rokowski auch auf der von ihr aufgezogenen Internetseite des Vereins deutlich. Das bedeute, dass Kinder und Eltern einfach vorbeikommen könnten. Zum sonstigen Angebot des Vereins gehören im Regelfall ein Raum für jüngere Kinder mit Motorik-Material, eine kleine Bücherei, ein Kicker und Räume zum Feiern.

Montags bis donnerstags von 14 bis 16 Uhr findet die Hausaufgabenbetreuung für Grundschulkinder statt. Sie kostet 72 Euro im Halbjahr, Geschwisterkinder zahlen die Hälfte. Mittwochs läuft im Anschluss bis 18 Uhr der Kreativnachmittag. Dachverband ist der Paritätische. Als nächstes soll weiter renoviert werden.

www.nachbarschaftstreff-hs.de

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