Ermittlungen

Nach Einsatz auf A3: Staatsanwalt prüft Gebrauch von Schusswaffen

Blaulicht
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Die Polizei Duisburg ermittelt aus Neutralitätsgründen.

Jugendliche flüchteten auf A3 vor der Polizei.

Solingen. Nach Polizeischüssen auf zwei Minderjährige in einem Fluchtauto auf dem A3-Rastplatz Ohligser Heide prüfen die Behörden den Schusswaffengebrauch der Polizisten. Darüber informierte die Staatsanwaltschaft Wuppertal. Laut früherer Mitteilung hatten Zivilbeamte am Dienstagabend an der Tankstelle einen Skoda kontrolliert, weil dessen Kennzeichen als gestohlen gemeldet waren.

Bei der Kontrolle soll der Fahrer zurückgesetzt haben, die Beamten seien gestürzt und einer mehrere Meter mitgeschleift worden. Wie nun feststeht war der Fahrer 16 Jahre, die Beifahrerin 15 Jahre alt. Inwieweit die beiden in Straftaten verwickelt sein könnte, ist Teil der Ermittlungen.

Der Staatsanwaltschaft zufolge schossen die Polizisten mehrmals auf dem Rastplatz. Laut vorläufigen Ergebnissen könnte ein Projektil einen Reifen des Skoda so beschädigt haben, dass er platzte. Der Wagen habe mit geringer Geschwindigkeit weiterfahren können, sei später gestoppt worden. Der 16-Jährige sei zu Fuß geflüchtet, anschließend ermittelt worden. Die 15-Jährige wurdevor Ort vorläufig festgenommen. Im Auto fanden die Beamten weitere gestohlene Kennzeichen und Betäubungsmittel.

Die Jugendlichen blieben unverletzt. Das Strafverfahren gegen sie führt die Staatsanwaltschaft Düsseldorf. Im Zusammenhang mit den Polizeischüssen ermittelt die Polizei Duisburg für die Staatsanwaltschaft. Laut Oberstaatsanwalt Wolf-Tilman Baumert fanden Spurensicherungen auf dem Rastplatz statt. Der genaue Ablauf des Geschehens werde noch ermittelt: „Es ist vieles denkbar, da muss man schauen.“

Das Polizeigesetz erlaubt Schusswaffengebrauch gegen Flüchtende nur bei Verdacht schwerer Straftaten oder bei bewaffneten Beschuldigten, wenn keine Unbeteiligten gefährdet werden, außerdem in Notwehr. dilo

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